Christoph Bieler hat noch Medaillenchance:
Andere Österreicher schon sehr weit zurück
- Todd Lodwick geht als Führender in das Skispringen
- Gruber, Klapfer & Stecher auf Plätzen 34, 38 und 39

Nur einer kam durch. Christoph Bieler hat im WM-Massenstart-Bewerb der Nordischen Kombination in Liberec mit perfektem Material im Langlauf als einziger der vier Österreicher seine Medaillenchance gewahrt. Mit nur 13 Sekunden Rückstand auf den US-Amerikaner Todd Lodwick belegte der Tiroler im 10-km-Langlauf Rang 15, damit hat er vor den zwei Sprüngen (17.15 Uhr) nur 3,3 Punkte oder rund zwei Meter Rückstand auf den Spitzenreiter. Die Zahl der Anwärter auf die Podestplätze ist allerdings groß. Bielers Landsleute hatten bei Schneefall Materialprobleme und blieben weit unter ihren Möglichkeiten.
Sehr gute Chancen haben neben Lodwick vor allem der finnische Weltcup-Spitzenreiter Anssi Koivuranta (5.), einer der besten Springer, mit nur 1,8 Punkten Rückstand sowie sein Landsmann Bill Demong, der WM-Zweite von 2007 im Einzelbewerb, als Dritter (-1,3). Der sechsfache Saisonsieger Magnus Moan (18./-3,8) scheiterte als stärkster Läufer ebenso am Material wie Mitfavorit Mario Stecher und Lukas Klapfer. Team-Olympiasieger Stecher wollte dem Ski nicht direkt Schuld zuweisen. "Ich habe mir von Anfang an schwer getan, hatte bald schwere Beine", sagte der 31-jährige Steirer, der als 39. nicht weniger als 26,3 Punkte Rückstand hat. Das ist auch für einen guten Springer zu viel, um es aufzuholen.
Debütant Klapfer sprach nach Rang 38 (-25,8 Punkte) von Enttäuschung pur. "Ich war im Langlauf noch nie so weit hinten, es ist bitter, wenn das ausgerechnet bei einer WM passiert." Nur ein bisschen besser lief es für Bernhard Gruber (34./-21,3). "Das war nicht das, was ich erhofft hatte. Ich bin sogar in der Abfahrt abgerissen", meinte der Salzburger. Etwas ansteigende Temperatur hatte den Neuschnee nasser werden lassen, da kam es auf den richtigen Schliff des Belages an, um die Gleitfähigkeit trotz der Feuchtigkeit zu erhalten.
In dieser Hinsicht hat es Bieler optimal erwischt. "Mir ist es von Anfang an sehr gut gelaufen, die Spitzenleute kamen nicht weg, die Bedingungen waren wirklich sehr hart", sagte der 31-Jährige. "Wenn ich jetzt noch gute Sprünge mache, dann ist sicher viel möglich."
(apa/red)
