Realistische Chancen auf glänzendes Metall:
Kombinierer heiß auf Event mit Massenstart
- Trainer Diess: 'Wir haben vier Chancen, wir sind heiß'
- ÖSV stellt zwei Routiniers und zwei Team-Neulinge
Massenstart der Kombinierer ab 14.15 auf news.at

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Auf Skispringern lasten die größten Erwartungen
Sportdirekor Toni Innauer hat mit einer Medaille das Ziel an die Nordischen Kombinierer des ÖSV vorgegeben. Nach den jüngsten Podestplätzen, der mannschaftlichen Stärke und dem Training scheint dies durchaus realistisch. "Wir haben vier Chancen, wir sind heiß", erklärte Cheftrainer Alexander Diess vor dem Massenstart-Bewerb heute.
Diese Konkurrenz, beginnend mit einem 10-km-Langlauf mit Massenstart, wird mit zwei Sprüngen von der Normalschanze entschieden. Und bietet dank dieses Modus den guten Springern, zu denen eigentlich alle Österreicher zählen, gewisse Vorteile. "Das ist für unser Team eine Superchance, eine Medaille zu machen", erklärte Diess, der das Quartett im Anschluss an das Abschlusstraining am Mittwochnachmittag bekanntgab. Neben Mario Stecher, Christoph Bieler und WM-Neuling Bernhard Gruber nominierte er mit Youngster Lukas Klapfer einen zweiten Debütanten.
Die Hoffnungen des ÖSV beim ersten Großereignis nach dem 2007 vollzogenen Rücktritt des Olympiasiegers Felix Gottwald ruhen auf zwei Routiniers und zwei Debütanten. Stecher fühlt sich zehn Jahre nach dem Vize-Weltmeistertitel im Sprint in Ramsau in der Form seines Lebens und Bieler, ebenfalls Team-Olympiasieger, hat nach einer langwierigen Erkrankung offenbar rechtzeitig zu seiner Form gefunden.
Bernhard Gruber, in Sapporo nur Ersatzmann, rechnet sich nach Rang zwei im WM-Test im Rahmen des Weltcups, einiges aus. "Stehaufmännchen" Stecher, der Anfang Februar in Seefeld seinen ersten Sieg seit drei Jahren gefeiert hatte, strotzt vor Selbstvertrauen.
Ein von den Bedingungen her schwieriges Training ging mit einem tollen Sprung von Gruber zu Ende. Der 26-jährige Salzburger segelte im zweiten Trainingssprung auf 101,5 m und war damit Bester. "Das hat es jetzt genau gebraucht, jetzt weiß ich, dass echt einiges möglich ist", war Geheimfavorit Gruber hochzufrieden.
(apa/red)
