Dienstag, 17. Februar 2009

"Sage, dass wir ein Lizenzproblem haben":
Austria-Kärnten-Trainer Schinkels gibt Alarm

  • Bundesligist steht ohne politische Hilfe vor dem Aus
  • Wahl am 1. März auch entscheidend für den Verein
    IHR KOMMENTAR: Wie sieht Kärntens Zukunft aus?

Austria Kärnten steht vor dem finanziellen Aus. Der Bundesligist verlangt von Stadt und Land eine Subvention für "Infrastrukturkosten" in der Höhe von einer Million Euro. Sonst sei die Lizenz in Gefahr, hieß es vom Club. Die öffentliche Hand will dem Verein nun unter die Arme greifen, wann und in welcher Höhe ist allerdings noch offen.

"Ich sage offen, dass wir Lizenzprobleme haben. Ich kann nicht großartig planen, wir müssen jetzt einmal auf die Wahl am 1. März warten", sagte Kärnten-Coach Schinkels. Die Forderung nach finanzieller Unterstützung in Sachen Stadionmiete oder Kosten für Polizeieinsätze ist nicht neu und wurde von Vereinspräsident Canori in den vergangenen Jahren immer wieder vorgebracht.

Das Zusammentreffen der Landtagswahl am 1. März und der Einreichfrist für die Bundesligalizenz am 15. März brachte nun neuen Schwung in die Angelegenheit. So knapp vor dem Urnengang wollte offenbar keine Partei den Stempel eines "Totengräbers" des Kärntner Spitzenfußballs aufgedrückt bekommen. So beeilten sich Politiker unterschiedlicher Parteien im Land und in der Landeshauptstadt rasch, ein Bekenntnis für eine gemeinsame Unterstützung des Clubs abzugeben.

Inzwischen einigten sich Vertreter der Landesregierung und der Stadt darauf, den Verein "grundsätzlich" unterstützen zu wollen. Über die Höhe wird allerdings in den kommenden Tagen noch gefeilscht. Der Verein müsse vorher seine Bilanzen offenlegen, zudem würden Vergleiche mit Infrastrukturkosten anderer österreichischer Stadien gezogen, hieß es unisono von Orange, Rot und Schwarz.
(apa/red)

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17.2.2009 18:24
sidestep, 17. 02. '09 18:26
Hinweg damit
Hinweg mit diesem Retortenverein, mit dem sich kein Kärntner identifizieren kann. Von LH Jörg Haider als Prestigeobjekt für seine Partei "eingekauft", wurden von Anfang an Tausende Karten verschenkt um den Eindruck zu erwecken, das Kärntner Publikum stünde hinter der Mannschaft. Nun stellt sich dieses Team als Fass ohne finanziellen Boden dar. Deshalb Schluss mit Lustig und ab in den Fussballkeller und keinen Kreuzer öffentliches Geld mehr für dieses Retortenteam.
joe140660, 17. 02. '09 20:58
Re: Hinweg damit
okay - aber da könnte man genau so sagen hinweg mit allen österreichischen Vereinen - in Finanznöten waren wohl alle schon mal - ob mit Tradition oder ohne Tradition. Eine Liga mit Rapid, Austria Wien und Salzburg wäre wohl auch nicht sonderlich spannend - seid doch froh das es zumindest 10 sind - auch wenn davon 3 oder 4 aus der Retorte kommen und in Klagenfurt das einzige größere Stadion Europas ohne Rasenheizung steht. Wir Klagenfurter möchten trotzdem österreichischen Spitzenfussball sehen - und das live! Es wird ja auch für noch sinnlosere Sachen Geld verpulvert als für Fußball.