Dienstag, 17. Februar 2009

"Frau Holle" versalzt die Frühlingssuppe:
Schneemassen gefährden Bundesliga-Start

  • Austria Kärnten fürchtet gleich um zwei Heimspiele
  • Fehlende Rasenheizungen kommen teuer zu stehen
    PLUS: Ihre Meinung zum Schneechaos der Bundesliga

Seit über zwei Monaten fiebern Fans, Spieler und Funktionäre der österreichischen Bundesliga auf dieses Wochenende hin. Die allzu lange Winterpause hat ein Ende und die Vereine schicken sich an, den Kampf um Titel und Platzierungen ins Frühjahr zu tragen. Doch offenbar hat man die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Der Winter zeigt sich heuer hartnäckig wie lange nicht mehr und droht sogar, den Start der Frühjahrssaison auf die lange Bank zu schieben. Nicht nur, dass das Nachtragsspiel Kärntens gegen Sturm bereits verschoben werden musste, jetzt zittern sogar schon die restlichen Auftaktpartien vor der massiven Schneelast.

Die Hypo-Group-Arena in Klagenfurt, wo Frau Holle besonders fleißig war, ist für ein Bespielen derzeit und wohl auch in den kommenden Tagen ungeeignet. Nach der Vertagung des Nachtragsspiel aus der 20. Runde wackelt nun sogar schon das erste Heimspiel Kärnten gegen Mattersburg am 28. Februar.

"Ich nehme es an, wie es ist, ich kann es ja auch nicht ändern", kommentiert der niederländische Kärnten-Coach Frenkie Schinkels sein Schicksal lakonisch. Gleichzeitig kritisierte er, dass man beim Bau des EM-Stadions auf eine Rasenheizung verzichtet hatte: "Die hätte man unbedingt berücksichtigen müssen."

Fehlende Rasenheizung
Tatsächlich bereitet das Fehlen einer Rasenheizung den Platzwarten in mehreren Stadien des Landes Kopfzerbrechen. Im Horr-Stadion der Wiener Austria ist Schneeschippen derzeit ebenso angesagt wie in Mattersburg. Altach meldet aus dem Stadion eine Schneelage von 30 Zentimetern. Derzeit nicht gefährdet ist die Partie Kapfenberg gegen Kärnten: Das steirische Franz-Fekete-Stadion ist nur leicht schneebedeckt und bespielbar.

Überhaupt kein Grund zur Sorge besteht in Salzburg: Red Bull konnte sich in weiser Voraussicht dazu durchringen, die für den Einbau einer Rasenheizung erforderlichen 500.000 Euro aufzubringen. Das macht sich jetzt bezahlt, dem Schlager steht nichts im Wege.
(red)

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17.2.2009 17:25
klugscheisser8, 17. 02. '09 17:23
Ohne Worte
Man stampft für zig Millionen ein nagelneues Stadion aus dem Boden und dann hat man kein Kleingeld für eine Rasenheizung.