Nach Bombenanschlag auf Touristenbasar:
Elf Verdächtige in Ägypten festgenommen
- 17-jährige Französin getötet - 24 Personen verletzt
- Zweiter Sprengsatz entschärft. PLUS: Bilder & Video

Nach dem tödlichen Anschlag gegen Ausländer auf einem belebten Touristenbasar in Kairo haben die Behörden elf Verdächtige festgenommen. Zu der Bluttat vom Sonntagabend, dem ersten Übergriff auf Urlauber in Ägypten seit rund drei Jahren, bekannte sich vorerst niemand. Der selbst gebaute Sprengsatz riss eine 17 Jahre alte Französin in den Tod, mindestens 24 Personen wurden verletzt.
Bei den Verhafteten handelt es sich um ägyptische Staatsbürger, die sich alle zur fraglichen Zeit am Tatort aufgehalten hätten, verlautete aus Polizeikreisen. Zwei der Festgenommenen seien Frauen, die voll verschleiert gewesen seien.
Die meisten unter den 24 Verletzten, Jugendliche aus einem Vorort von Paris, waren auf einem Schulausflug in Kairo, wie der Bürgermeister ihrer Heimatstadt, Patrick Balkany, mitteilte. Der französische Premierminister Fillon sprach von einem abscheulichen Anschlag: "Es gibt Menschen, die Ägypten destabilisieren wollen." Staatspräsident Nicolas Sarkozy sprach den Hinterbliebenen sein Beileid aus. Er sei zuversichtlich, dass die ägyptischen Behörden die Hintergründe "dieser Tragödie" aufklärten.
Nach Regierungsangaben detonierte auf dem Hauptplatz des Basars Khan el-Khalili eine Bombe, die direkt vor einem Cafe nahe der Hussein-Moschee unter einer Bank deponiert war. Die Wucht der Explosion ließ Steine und Marmor durch die Luft fliegen. Unter den Passanten brach Panik aus. Die Polizei entdeckte später noch einen zweiten Sprengsatz und brachte ihn kontrolliert zur Explosion.
(apa/red)
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