Sonntag, 22. Februar 2009

Brown darf Obama als Erster besuchen:
Trifft neuen US-Präsidenten in Washington

  • Als erster europäischer Regierungschef bei Obama
  • Frankreichs Sarkozy stark am 1. Besuch interessiert

Als erster europäischer Regierungschef hat Großbritanniens Premierminister Gordon Brown einen Termin beim neuen US-Präsidenten Barack Obama im Weißen Haus erhalten. Brown werde am 3. März zu Gesprächen nach Washington reisen, teilten die Downing Street und das Weiße Haus mit. Bei den Gesprächen werde es um die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise, die Strategie der Verbündeten in Afghanistan, den G20-Gipfel in London und den NATO-Gipfel in Straßburg und Kehl gehen, hieß es in Washington und London.

"Die USA und Großbritannien haben eine besondere partnerschaftliche Beziehung und der Präsident freut sich darauf, mit dem Premierminister bei den globalen Herausforderungen eng zusammen zu arbeiten", teilte das Weiße Haus mit. Brown hatte bereits zur Amtseinführung Obamas die engen Beziehungen beider Länder gewürdigt.

Brown schlägt Sarkozy
Britische Medien hatten spekuliert, dass Obama bei der Führungsrolle in Europa stärker auf Paris setzen könnte und dass auch Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy stark am ersten Besuchs-Termin bei Obama interessiert gewesen sei. Sollte nicht noch ein anderer europäischer Regierungschef einen früheren Termin als Brown bekommen, hätte der britische Premierminister das Rennen um den ersten Besuch bei Obama innerhalb der Europäischen Union für sich entschieden. Bereits am Dienstag hat Japans Ministerpräsident Taro Aso als erster ausländischer Regierungschef einen Termin im Weißen Haus.

Brown, der Obama in den vergangenen Monaten in Washington und London während des Präsidentschafts-Wahlkampfs getroffen hatte, ist im April Gastgeber des G20-Welt-Finanzgipfels. Das Treffen der führenden Industrie- und Schwellenländer in London wird nach derzeitiger Planung auch der erste Europa-Besuch von Obama als amtierender US-Präsident sein.

(apa/red)

22.2.2009 13:47