Gasexplosion in China tötet 73 Menschen:
Rund 80 Bergleute in Kohlegrube vermisst
- Mehr als 100 Bergarbeiter ins Krankenhaus gebracht
- Jedes Jahr kommen Tausende in Gruben ums Leben

Eine Gasexplosion in einer Kohlegrube in Nordchina hat nach vorläufigen Informationen mindestens 73 Bergarbeiter getötet. Rund 80 Kumpel galten noch als verschüttet, wie amtliche Medien und die Arbeitsschutzverwaltung in Peking berichtete. Das Unglück passierte in den frühen Morgenstunden in dem Tunlan Bergwerk der Gujiao Kokskohle Unternehmensgruppe in der Nähe der Stadt Taiyuan in der Provinz Shanxi.
Die Rettungsarbeiten sind angelaufen. Zum Zeitpunkt der Explosion sind nach den ersten Ermittlungen 436 Kumpel unter Tage gewesen, wie die Werkschutzbehörde berichtete. Insgesamt 113 Bergarbeiter wurden in Krankenhäuser in Taiyuan gebracht. 21 davon sind schwer verletzt.
Das Bergwerk hatte eine zugelassene Kapazität von fünf Millionen Tonnen, doch liegt die Förderung vielfach deutlich darüber. Nirgendwo in der Welt leben Bergarbeiter so gefährlich wie in China. Jedes Jahr kommen Tausende in Chinas Gruben ums Leben. Ursachen für die vielen Unglücke sind meist mangelnde Sicherheitsvorkehrungen, schlechte Ausrüstung sowie Korruption und Vetternwirtschaft mit den örtlichen Aufsichtsbehörden.
(apa/red)
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