Autonome stürmen TV-Station in Athen: Mehrere Schüsse - Niemand wurde verletzt
- Täter mindestens zu viert - Motive noch immer unklar
- PLUS: Bombenanschlag auf Bankfiliale vereitelt
Experten warnen vor Gewaltspirale in Griechenland

Serie von Anschlägen in Griechenland: Unbekannte feuerten mehrere Schüsse auf das Gebäude des viertgrößten Fernsehsenders Griechenlands, ALTER, ab. Verletzt wurde nach übereinstimmenden Berichten griechischer Medien niemand. Zunächst blieben die Motive für die Attacke unklar. Der Verband der griechischen Journalisten (ESIEA) verurteilte den Angriff. Die Polizei vermutet, dass linksgerichtete Autonome hinter der Attacke stecken könnten, hieß es.
Die Täter sollen mindestens zu viert gewesen sein. Sie seien auf Motorrädern gekommen und hätten einen vor dem Gebäude postierten Sicherheitsmann aufgefordert, den Eingang zu verlassen. Anschließend feuerten sie nach Augenzeugenberichten mindestens 14 Schüsse auf geparkte Autos und das Gebäude ab. Am Tatort entdeckte die Polizei auch eine Brandbombe, die aber nicht explodierte.
Gewaltspirale
Antiterror-Experten fürchten, dass es in Griechenland zu einer Gewaltspirale kommt, die nur schwer zu stoppen sein werde. Unbekannte hatten in den vergangenen Wochen mit Maschinenpistolen und Handgranaten einen Polizisten verletzt und eine Polizeistation nahe Piräus angegriffen.
"Stadt-Guerilla"
Die Verantwortung dafür übernahmen die Untergrundorganisationen "Revolutionärer Kampf" und "Revolutionären- Sekte". Diese kündigten den Start einer "Stadt-Guerilla" in Griechenland an. Den Anfang hatten die Ausschreitungen im vergangenen Dezember genommen, als ein 15-Jähriger durch eine Polizeikugel zu Tode gekommen war.
(apa/red)
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