Dienstag, 17. Februar 2009

Filmreife Flucht durch Frankreich: Blutiges Ende nach 38 Stunden Verfolgungsjagd

  • Gefängnisausbrecher nahmen mehrere Geiseln
  • Äußerst gewalttätige Männer durch Schüsse gestoppt

Zuerst sprengten sie sich filmreif aus einem Gefängnis frei, dann starteten sie eine wilde Flucht durch halb Frankreich: Zwei bewaffnete Schwerverbrecher haben sich nach einem spektakulären Ausbruch aus der Haft eine 38 Stunden dauernde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Die beiden Männer, die auf der Flucht mehrere Geiseln genommen hatten, konnten erst auf einer Autobahn im Großraum von Paris gestoppt werden. Einer der Ausbrecher wurde bei der Polizeiaktion von mindestens einem Schuss in den Brustkorb getroffen. Beim Einsatz wurden zudem drei Beamte leicht verletzt.

Bereits bei ihrem Ausbruch aus einem Gefängnis in Moulins in Zentralfrankreich hatten die als äußerst gewalttätig geltenden Männer zwei Gefängniswärter vorübergehend als Geiseln genommen. Später brachten sie dann einen 65 Jahre alten Autofahrer und sein fünf Jahre altes Enkelkind in ihre Gewalt, um an einen neuen Fluchtwagen zu kommen. Auch diese beiden Geiseln wurden später unverletzt freigelassen. Die Polizei machte mit mehreren Hubschraubern und Spezialeinheiten Jagd auf die Ausbrecher. Zwischenzeitlich fehlte von den Gangstern jede Spur.

Der 37-Jährige saß nach Angaben der französischen Behörden wegen eines Raubüberfalls mit Todesfolge im Gefängnis. Sein Komplize hatte bei einer Polizeikontrolle mit einer Kalaschnikow auf die Sicherheitskräfte gefeuert und Schmuckläden ausgeraubt. Warum die Männer aus dem Gefängnis entkommen konnten, war zunächst unklar. Vor allem die Herkunft eines explosiven Stoffes, mit dem sie eine Tür aufsprengten, gab den Ermittlern Rätsel auf.

(apa/red)

17.2.2009 16:02