Mittwoch, 18. Februar 2009

Neuer Intendant: Brigitte Fassbaender
zur Zukunft der Salzburger Festspiele

  • NEWS-Talk: Chefin der Findungskommission über Zeitplan und Anforderungsprofi für Intendantenl

Die Zukunft der Salzburger Festspiele nach dem Abgang des Intendanten Jürgen Flimm, der schon 2010 nach Berlin wechseln will, nimmt Gestalt an. In einem Interview für die aktuelle NEWS-Ausgabe äußert sich Brigitte Fassbaender, vom Kunstministerium bestellte Vorsitzende der Findungskommission, über den Zeitplan und das Anforderungsprofil des neuen Intendanten.

Den seitens der Politik geäußerten Wunsch, schon im April eine Lösung zu finden, betrachtet die frühere Mezzosopranistin von Weltrang und jetzige Innsbrucker Intendantin als nicht bindend: "Wir lassen uns nicht unter Druck setzen, und es gibt auch keine spezielle Deadline. Die schriftliche Bewerbungsfrist läuft Ende Februar aus. Die Kommission sichtet gemeinsam die Bewerbungen. Natürlich gibt es auch Leute, an die man selbst herantritt. Das tut derzeit jedes Kommissionsmitglied. Auch ich habe schon mit einigen gesprochen. Vor dem Sommer sollte es aber doch soweit sein. So viele hochkarätige Theaterleiter gibt es ja nicht."

Die Kommission besteht neben Brigitte Fassbaender aus Philharmoniker-Vorstand Clemens Hellsberg, Bayreuths Festspielintendantin Eva Wagner-Pasquier, Bundestheater-Chef Georg Springer und dem Galeristen Thaddaeus Ropac. Laut NEWS-Information, die von Fassbaender nicht bestätigt wird, tritt die Kommission erstmals am 22. März zusammen.

"Schönstes Festival der Welt"
Fassbaender deutlich zum Anforderungsprofil aus ihrer Sicht: "Ein Leitbild, eine Identifikationsfigur und gleichzeitig ein ungemein gewievter, auf internationaler Ebene erfahrener Theaterkönner. Ein solches Riesenunternehmen zu leiten bedeutet auch Anwesenheit. Das ist ein Hauptberuf mit enormen Vorläufen, den man ständig vor Ort erledigen muss. Schließlich geht es um die Leitung des schönsten Festivals der Welt. Es wird auch eine gewisse innovative Haltung erwartet, was immer das bedeutet. Das ist ein wunderbares Schlagwort, so wie ,Visionen’. Von mir aus gesehen ist es schön, wenn es die anderen haben. Ich will arbeiten."

Überraschende Ergänzung: Für die künftige Führung der Festspiele seien mehrere Modelle vorstellbar, das Karajan-Modell - ein Fachdirektorium unter einer übergeordneten Instanz - ebenso wie ein inszenierender Intendant oder ein Berufsintendant.

Dass sie sich, wie zuletzt kolportiert, selbst finden könnte, schließt sie dezidiert aus: "Nein, es sollte ein Generationenwechsel stattfinden! Gesucht wird jemand in der Vollkraft seines Lebens. Ich habe die letzten Jahre meines Theaterlebens schon vor mir."

Lesen Sie die ganze Story im aktuellen NEWS 08/09!

18.2.2009 12:33

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