Mietvertrag für "Sonderanstalt" läuft aus:
Asylheim Saualm muss geschlossen werden
- Liegenschaftsbesitzer AVS will Gebäude verkaufen
- Dörfler will "Saualm II" - Ortet Manöver der SPÖ
·Kärnten vertraut weiterhin auf Dörfler
Trotz Verlusten bleibt Politiker an der Spitze
·Orange-Roter Kampf um Kärntner Landtag
Kopf-an-Kopf Rennen zwischen Rohr & Dörfler

Das Auslaufen des Mietvertrages für die umstrittene "Sonderanstalt" auf der Saualm hat am Mittwoch Verwirrung innerhalb der Kärntner Politik gestiftet: Während Landeshauptmann Dörfler (BZÖ) nach Ankündigung einer "Saualm II" plötzlich erklärte, dass der Standort weiterhin Heim für mutmaßlich straffällige Asylwerber bleiben soll, feierten die Grünen die Schließung als "Sieg der Zivilgesellschaft".
Ein "Scheitern Dörflers" ortete die SPÖ, die ÖVP kritisierte die Verschwendung von Steuergeld und die FPÖ nannte die Entwicklungen für Kärnten "irrelevant". Dörfler sagte, dass in den kommenden Monaten zwischen Land und AVS über Möglichkeiten der Weiterführung der Einrichtung auf der Saualm entschieden werde.
Erfreut über eine mögliche Schließung der Einrichtung zeigten sich hingegen die Grünen: Bundessprecherin Glawischnig bezeichnete die Isolierung von Asylsuchenden vom Rest der Bevölkerung als "asylpolitischer Amoklauf". "Die Menschlichkeit hat gesiegt, der politische Einsatz und die Zivilcourage haben sich gelohnt", erklärte auch Rolf Holub, Landessprecher der Grünen Kärnten. (apa/red)
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