Tausende Fotos der Familie von Josef F.:
Patient betätigte sich als Hobby-Paparazzo
- Will die Bilder angeblich aber nicht zu Geld machen
- Britische "Sun" hatte bereits erste Fotos veröffentlicht
1.051 Fotos will ein Hobby-Paparazzo von der Familie von Josef F. gemacht haben - und zwar heimlich in der Nervenklinik Mauer-Öhling. Das berichtete eine österreichische Tageszeitung. Bei dem Mann handelt es sich selbst um einen Patienten. Die Bilder wolle er nicht zu Geld machen, er wollte "nur die Justiz blamieren".
"Ich bin selbst ein Opfer der Justiz und wollte dokumentieren, wie das System versagt", zitiert "Österreich" den Mann. Die Familie sei "in Wahrheit nie geschützt" gewesen. Er selbst sei durch die Bodyguards auf die Opfer von Josef F. aufmerksam geworden. Seitens der NÖ Landesklinikenholding gibt es dazu keine Stellungnahme.
Die britische Boulevardzeitung "The Sun" hatte vor einigen Tagen Bilder veröffentlicht, die die Tochter von Josef F. in Begleitung einer ihrer Töchter zeigen. Die Fotos würden nach österreichischem Recht eine krasse Verletzung des Persönlichkeitsschutzes darstellen und wären nach Par. 7a Mediengesetz (Schutz vor Bekanntgabe der Identität) und nach Par. 78 Urheberrechtsgesetz (Bildnisschutz) klagbar.
Am 27. April war in Amstetten bekannt geworden, dass der 73-jährige Josef F. seine Tochter 24 Jahre lang in einem Verlies eingesperrt und sexuell missbraucht haben soll. Während der Gefangenschaft habe der Mann mit der heute 42-Jährigen sieben Kinder gezeugt. Josef F. befindet sich in Untersuchungshaft. Der Prozess gegen den Mann beginnt am 16. März.
(apa/red)
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