Israilows Witwe im Exklusiv-Interview: Getöteter Tschetschene unter Polizeischutz
- Die Witwe behauptet in NEWS: Polizisten waren da
- "Hemmt Angst vor Russland die Ermittlungen?"

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NEWS: Kronzeuge spricht über Tschetschenen-Mord
Malischa Sagiewa, die Witwe des am 13. Januar in Wien erschossenen Tschetschenen Umar Israilow erhebt in einem Exklusiv-Interview in der aktuellen Ausgabe von NEWS schwere Vorwürfe gegen die Polizei.
Laut Sagiewa habe ihr Mann im Juni des Vorjahres, nachdem er von einem mutmaßlichen Agenten von Tschetscheniens Präsidenten Ramsan Kadyrow massiv bedroht worden war, doch Polizeischutz bekommen, auch wenn das Innenministerium dies bislang bestritten hat. "Etwa zwei Wochen lang", so Sagiewa, "standen in der Nacht Beamte, teils in Zivil, teils in Uniform vor unserem Haus. Und dann waren sie auf einmal weg."
Die Witwe zeigt sich auch verwundert darüber, dass die Polizeiermittlungen bislang noch kein konkretes Ergebnis brachten. In NEWS sagt sie: "Mein Mann starb, weil es Kadyrow so wollte und ich verstehe nicht, weshalb die Behörden so zaghaft vorgehen. Haben sie Angst vor Russland?"
Verwirrung stiftet auch der plötzliche Meinungswandel einer weiteren Schlüsselperson in der Causa Israilow - und zwar der von Bukhari Barajew. Er selbst ist der Stellvertreter von Moskaus Feindbild Nummer 1, dem radikalislamischen Guerilla-Chef Doku Umarow. Barajews Sohn war für das Geiseldrama im Moskauer Dubrowka-Theater im Jahr 2002 verantwortlich, bei dem 129 Menschen starben. Bislang lebte Barajew, wie NEWS vor drei Wochen aufdeckte, in Wien und glaubte noch bei Israilows Begräbnis, dessen Mörder in Tschetschenien lokalisieren zu können. Nun aber ist Barajew, wie er gegenüber NEWS sagt, "freiwillig nach Grosny zurückgekehrt", und der Israilow-Mord scheint ihm plötzlich ein "ganz gewöhnlicher Kriminalfall" zu sein.
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