Dienstag, 17. Februar 2009

Österreich versinkt knietief im Neuschnee: Die Lawinengefahr steigt jetzt dramatisch an

  • Meteorologen erwarten heute noch 50 cm Neuschnee!
  • Eisige Kälte: Noch immer keine Entspannung in Sicht
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Heftige Schneefälle in großen Teilen Österreichs haben die Lawinengefahr weiter steigen lassen und zu Verkehrsbehinderungen geführt. Im obersteirischen Bezirk Liezen krachte eine Frau mit ihrem Pkw auf schneeglatter Fahrbahn frontal gegen einen Lkw und starb. Im Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich prallte ein junger Mann mit seinem Pkw gegen einen Schneepflug. Er wurde schwer verletzt. Mehrere Unfälle hab es auch in Oberösterreich.

Dort führte der starke Schneefall vor allem im Süden des Landes und im Mühlviertel zu Behinderungen, Straßensperren und Staus. Die Straßenmeistereien waren permanent im Einsatz. Auf der Westautobahn im Seengebiet blieben zahlreiche Fahrzeuge liegen, es bildeten sich immer wieder Staus. Auf der B1 im Bezirk Vöcklabruck stürzte ein Lkw um. Auf der Reindlmühl Straße zwischen Reindlmühl und Altmünster sowie auf der Gmundnerberg Straße wurde Kettenpflicht für alle Fahrzeuge verhängt, am Pass Gschütt und am Pötschenpass für Lkw. Der Koppenpass wurde wegen Lawinengefahr gesperrt.

Angespannte Lage
In Salzburg erreichte Lawinengefahr - so wie in Oberösterreich oberhalb von 1.400 Metern - teilweise die Stufe 4 auf der fünfteiligen Skala. Die kritische Situation dauert nach Angaben der Behörden vermutlich auch weiter an und sollte sich erst in ein paar Tagen etwas entschärfen.

Als heikel gilt die Lawinensituation vorerst auch in Tirol. Vor Skitouren und Variantenfahrten abseits gesicherter Pisten wurde gewarnt. Im Laufe des Tages stieg das Risiko von Selbstauslösungen. Wegen Lawinengefahr wurden unter anderem die Arlberg Straße, die Kössener Straße, die Berwang-Namloser Straße sowie die Seefelder Straße zwischen Scharnitz und Mittenwald nicht befahrbar. Die Mieminger Straße war durch hängengebliebene Lkw blockiert.

Hubschrauber steht bereit
In Vorarlberg steht sicherheitshalber ein Bundesheer-Hubschrauber bereit. "Die Stäbe sind in Bereitschaft, um die Situation im Auge zu behalten", erklärte Landeshauptmann Herbert Sausgruber. Meteorologen rechnete bis zum Abend mit bis zu einem halben Meter Neuschnee. Die Straßenverhältnisse waren im ganzen "Ländle" prekär, die Arlberg-Straße zwischen St. Christoph und der Kreuzung Alpe Rauz sowie die Verbindung in die Dornbirner Bergparzelle Ebnit wurden wegen Lawinengefahr gesperrt. Auf zahlreichen höhergelegenen Straßen galt Kettenpflicht.

In Niederösterreich waren am Dienstag 700 Fahrzeuge und 1.500 Mitarbeiter des Straßendienstes im Einsatz. Die Landesstraße zwischen Lunz am See und Lackenhof wurde wegen Lawinengefahr gesperrt. Die größten Neuschneemengen gab es im Westen des Landes.
(apa/red)

17.2.2009 15:47