Gewaltspiele für Kids problemlos zu kaufen:
Knapp 75% der Testkäufe ohne Kontrolle!
- PEGI-Kennzeichen bei Käufer und Verkäufer "sinnfrei"

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Studie: "Killer-Games" machen nicht aggressiv
Kinder und Jugendliche haben keine Schwierigkeiten, an Computerspiele zu kommen, die für ihr Alter nicht geeignet sind: Bei fast drei Vierteln von 41 Testkäufen konnten sie diese Games in Wien problemlos erwerben. Dabei ist die Donaumetropole das einzige Bundesland, das die entsprechende PEGI-Kennzeichnung in seinem Jugendschutzgesetz seit 2008 verpflichtend eingeführt hat, hieß es bei einer Pressekonferenz der Initiative Saferinternet.at in Wien.
Zwar bemühte sich Bernhard Jungwirth, Projektkoordinator von Saferinternet.at, die positiven Aspekte von Computerspielen hervorzuheben - doch liegt offenbar noch einiges im Argen. Selbst die Hälfte der Verkäufer konnte bei dem Test die PEGI-Kennzeichnung nicht ausreichend erklären. Diese besteht einerseits aus einer Altersfreigabe, andererseits aus Symbolen, die auf bedenkliche Inhalte wie etwa Gewalt oder Diskriminierung hinweisen.
Ignoranz für wertvolle Hinweise
Dabei könnte diese in 30 europäischen Ländern eingeführte Kategorisierung ein wichtiges Entscheidungskriterium für Eltern sein, meinte der Fachmann. Schließlich werden die Games zumeist von diesen für die Sprösslinge erworben. Wer befürchtet, dadurch in seiner Auswahl eingeschränkt zu werden, kann beruhigt sein: Lediglich vier Prozent der Spiele sind als +18 eingestuft.
Mehr Aufklärungsbedarf
Für das Jahr 2009 hat sich Jungwirth einiges vorgenommen: PEGI soll in allen Jugendschutzgesetzen verankert werden, aber auch der Handel entsprechend aufgeklärt werden. Wohl mit am wichtigsten ist der Appell an die Eltern, sich für das Computerspiel-Verhalten ihrer Kinder zu interessieren. Weitere Schwerpunkte von Saferinternet.at sind das Vorgehen gehen Cyber-Mobbing, u.a. mittels eines TV-Spots, sowie die Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien und Broschüren. (apa/red)
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