Arbeitsstiftung wird 8 Mio. Euro kosten:
Soll bis Sommer 'gesetzlich über Bühne' sein
- ÖGB-Chef Foglar: Kurzarbeit taugliches Instrument
- Nichts Genaues zur Erhöhung des Arbeitslosengeldes
ÖGB-Chef Foglar hat die von Sozialminister Hundstorfer angekündigten Pläne betreffend einer Arbeitsstiftung für Leiharbeiter präzisiert. Er rechne mit "einigen Tausend" Personen, die dort geschult werden könnten. Die Kosten bezifferte er mit acht Millionen Euro. Man versuche, die Sache "gemeinsam mit dem Sozialminister" bis Sommer "gesetzlich über die Bühne zu haben".
Die Zeitarbeitsbranche sei ja als erste von Kündigungswellen betroffen gewesen, begründete Foglar den Plan, für die Leiharbeiter eine eigene Arbeitsstiftung zu schaffen. Die Krise könnte damit genützt werden, um Qualifikation zu schaffen.
Kurzarbeit als taugliches Instrument
Zur Wirtschaftskrise meinte er, "es ist sicher eine sehr dramatische Situation", es werde aber irgendwann wieder bergauf gehen. Kurzarbeit bezeichnete Foglar als taugliches Instrument, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden.
Erhöhung des Arbeitslosengeldes
Nicht festlegen wollte sich Foglar, wie hoch eine - von ihm unterstützte - allfällige Erhöhung des Arbeitslosengeldes sein soll. Dies hänge natürlich auch vom Budget ab. Keine Zahlen nennen wollte er auch bezüglich eine Begrenzung von Management-Gehältern, nur soviel: Die Höhe sollte in Relation zu den Durchschnittsgehältern in den Unternehmen stehen.
Kritik von BZÖ und Grünen
Das BZÖ und die Grünen haben an den Aussagen von Foglar Kritik geübt. BZÖ-Generalsekretär Strutz erklärte, Foglar habe deutlich gemacht, dass die Gewerkschaft im Bezug auf die Wirtschaftskrise orientierungslos sei. Die Grüne Arbeitnehmer-Sprecherin Schatz versteht die Zurückhaltung Foglars bei der Erhöhung des Arbeitslosengeldes nicht. Lob kam von den Christgewerkschaftern.
(apa/red)
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