bauMAX schwimmt gegen die Konjunktur:
Firmen-Chef Essl erklärt Expansionspläne
- Der Vollblut-Unternehmer im Interview mit NEWS
- "Grüne Konzepte" auch für Baumärkte ein Thema

Volle Drehzahl bei den bauMax-Bohrmaschinen. Unternehmens-Boss Martin Essl schlägt ein Standort-Fähnchen nach dem anderen in seine große Europakarte an der Bürowand ein. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen geht das Familienunternehmen voll auf Expansionskurs. Im NEWS-Interview erklärt der namhafte Kunstsammler und Vollblut-Unternehmer Essl seine Wachstumsziele und wie er mit nachhaltigen Investitionen, etwa Erdwärme-Heizungen für alle Filialen, die Zukunft grüner meistern will.
NEWS: Ihre Wachstumspläne sind imposant. Spüren Sie die Krise überhaupt nicht?
Martin Essl: Doch, aber uns kommt die Situation in Osteuropa zugute. Die Leute dort basteln und reparieren mehr. Es gibt dort einen gewaltigen Aufholbedarf. Und die Menschen haben viel Erfahrung mit dem Improvisieren. Davon profitieren natürlich die Baumärkte. Übrigens erleben auch Gartenprodukte hierzulande einen Boom. Einfach deshalb, weil mit relativ geringem Aufwand ein kleines Paradies geschaffen werden kann. Das Besinnen auf Familie und eine Art Cocooning dienen als Bollwerk gegen Schwierigkeiten von außen.
NEWS: Sie haben jüngst in Bulgarien die ersten Märkte eröffnet, nun soll die Türkei folgen. Wo sind die Grenzen Ihres Wachstums?
Essl: Wir haben heute 137 Baumärkte in acht Ländern. Das bedeutet auch, dass wir etwas unabhängiger agieren können. Auch bezüglich unseres Wachstums. Wir sind ein Familienunternehmen und denken nicht streng in Quartalsberichten. Das heißt, wenn wir etwas weniger wachsen, bricht deshalb nicht die Welt zusammen. Wir hatten bislang eine Umsatzverdopplung innerhalb von fünf Jahren vor - wenn es jetzt sechs bis sieben Jahre dauert, sage ich: so what. Allerdings erwarte ich vom Schritt in die Türkei langfristig starke Impulse. Wir beginnen 2010 und wollen dort jedes Jahr fünf neue Märkte errichten. Innerhalb von acht bis zehn Jahren sind das 40 Standorte und ein Umsatz von 600 Millionen Euro. Somit zählt die Türkei langfristig zu den stärksten Expansionsländern von bauMax.
NEWS: Alles spricht von Energiesparen, Wärmedämmen, Sparlampen etc. Eigentlich ein klassisches Feld für Baumärkte.
Essl: Das ist uns ein großes Anliegen. Daher haben wir auch Mitarbeiter zu Energiespar-Beratern ausgebildet. Mit unseren Anleitungen können durch Isolierung der Dachböden etwa dreißig Prozent der Energie eingespart werden. Die Investition rechnet sich in zwei bis drei Jahren. Zudem setzen wir auch im eigenen Unternehmen auf diesen Megatrend. So stellen wir unsere Märkte auf Heizung mit Erdwärme um.
Das ganze Interview lesen Sie im aktuellen NEWS 07/2009
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