Donnerstag, 12. Februar 2009

Wienerberger verlor 2008 deutlich an Fahrt:
Betriebs-Gewinn ging um die Hälfte zurück

  • 2009 Umsatzrückgang von 10 Prozent zu erwarten
  • Seit Sommer 2008 sind 27 Werke außer Betrieb

Die Krise hat nun auch den börsenotierten Baustoffkonzern Wienerberger AG erwischt. Im vergangenen Jahr machte das börsennotierte Unternehmen einen um zwei Prozent niedrigeren Umsatz als im Vorjahr, der Gewinn ging sogar um mehr als die Hälfte zurück. Besonders schwach verlief das vierte Quartal, in dem sogar ein Umsatzrückgang von 14 Prozent verzeichnet wurde.

"Fast täglich revidierte Wirtschaftsprognosen machen deutlich, dass der Boden der Krise noch nicht erreicht wurde", erklärte Konzernchef Wolfgang Reithofer. "Wir erachten den Erhalt der Liquidität sowie unserer gesunden finanziellen Basis weiterhin als wichtigste Aufgabe."

Reithofer sagte, er erwarte für 2009 einen Umsatzrückgang von "plus/minus 10 Prozent, vielleicht ein bisschen mehr". Die Fabriksschließungen werden heuer in fast unvermindertem Ausgang weitergehen, 2008 waren weltweit 27 ältere Produktionsstätten geschlossen worden.

Wienerberger hat seit dem Sommer 2008 insgesamt 27 Werke außer Betrieb genommen und 11 Produktionslinien temporär stillgelegt. Zusätzlich wurden im Rahmen eines Kostensenkungsprogramms die Verwaltungs- und Vertriebskosten der Gruppe reduziert. Die Kosten dafür beliefen sich auf insgesamt 55 Mio. Euro, davon 33 Mio. Euro ausgabenwirksam und 22 Mio. Euro an Sonderabschreibungen.

Die vorliegenden Zahlen werden auch Aktienbesitzer treffen: Zwar wird für das vergangene Jahr eine Dividende gezahlt, die Ausschüttung werde allerdings "deutlich unter der des Vorjahres" (1,45 Euro) ausfallen, hieß es.
(apa/red)

12.2.2009 14:34