Finanzminister Pröll auf Visite in Osteuropa:
Hilfe für Banken steht auf der Tagesordnung
- Gespräch mit Kroatien, Ukraine, Rumänien, Bulgarien
- Große Werbetour für Stützung des Bankensektors

Finanzminister Pröll hat mit Besuchen in Kroatien und der Ukraine eine zweitägige Osteuropa-Reise begonnen, auf der er für Maßnahmen zur Stützung des Bankensektors und zur Stabilisierung der Wirtschaft insgesamt werben will. In Kroatien stieß der Vizekanzler zwar auf Verständnis, erhielt aber keine Zusagen. In der Ukraine forderte Pröll die Zusammenarbeit des Landes mit dem IWF ein.
Der kroatische Notenbank-Chef Zeljko Rohatinski zeigte sich "offen" für die österreichische Initiative, es sei aber "nicht nötig, dass kroatische Institutionen in die Vorbereitung eines solchen Plans einbezogen werden". Pröll wies in Zagreb ausdrücklich darauf hin, dass für alle "die Grundregeln des freien Marktes" gelten müssten. Österreichs Banken spüren in Kroatien angeblich Anzeichen protektionistischer Maßnahmen, die sie im Vergleich zu einheimischen Instituten schlechter stellen. Vertreter Kroatiens wiesen dies allerdings weit von sich.
In Kiew sagte Pröll am Abend, die Ukraine müsse mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zusammenarbeiten und auf dieser Basis die nationale Wirtschaft stabilisieren. Österreichische Banken hätten keine Absichten, sich aus dem Land zurückzuziehen. Aber die Ukraine müsse die Volkswirtschaft zum Laufen bringen, sonst hätten die Banken Probleme.
Nun wird der Finanzminister noch in Rumänien und Bulgarien für nationale Maßnahmen gegen die internationale Finanzkrise werben.
(apa/red)
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