Sechs Millarden Euro für Renault & Peugeot:
Nicolas Sarkozy gibt Finanzspritze bekannt
- Autokonzerne dürfen dafür keine Stellen abbauen
- Auch den Zulieferern soll finanziell geholfen werden

·Nissan baut weltweit 20.000 Stellen ab
Rechnet mit Nettoverlust von über 2 Millarden Euro
Frankreich will seine beiden großen Autokonzerne Renault und PSA Peugeot Citroen nach Medienberichten mit sechs Mrd. Euro gegen die Absatzkrise stützen. Nach wochenlangen Verhandlungen über die Gegenleistungen wollte Staatspräsident Nicolas Sarkozy am Montagnachmittag (16:30 Uhr ) die Finanzspritze bekanntgeben, kündigte der Élysée-Palast an.
Diese sei an mehrere Bedingungen geknüpft, meldete "Le Figaro": Die großen Konzerne Renault und Peugeot/Citroen dürften im Gegenzug keine Jobs abbauen oder Fabriken schließen, zudem soll es für die Aktionäre nur mäßige Dividenden geben. Weiters müssten die Manager der öffentlich geförderten Unternehmen, wie bereits bei den Banken, auf ihre Boni verzichten.
Kredite mit günstigen Zinsen
Bei der Hilfe handelt es sich den Berichten zufolge zunächst um Kredite mit günstigen Zinsen, zwischen 6 und 7 Prozent anstelle der üblichen 11 bis 12 Prozent. Damit soll die Zahlungsunfähigkeit der gebeutelten Konzerne abgewendet werden.
Im Dezember hatte Paris bereits eine Milliarde Euro zu ermäßigten Zinsen für die Finanzsparten der beiden Autobauer bereitgestellt. Zudem wurde eine Prämie von 1.000 Euro eingeführt, wenn Neuwagenkäufer ihr altes Fahrzeug verschrotten und ein relativ umweltfreundliches Auto kaufen. Laut dem Wirtschaftsblatt "Les Echos" könnte der Gesamtbetrag von sechs Mrd. Euro noch steigen, wenn der Staat auch die Lastwagensparte von Renault unterstützt.
Hilfe für Autobauer & Zulieferer
In Diskussion soll zudem eine Aufstockung des Fonds zur Förderung der Zulieferbranche sein, zu dem bisher der Staat, PSA und Renault jeweils 100 Mio. Euro beisteuern. Präsident Nicolas Sarkozy wolle, dass die Konzerne ihren Zuschuss verdoppeln.
Neben den Autobauern will die Regierung auch den Zulieferern helfen. Neben den bereits bewilligten 300 Mio. Euro sollen Renault und Peugeot/Citroen jeweils weitere 100 Mio. Euro in den Aufbau größerer Zuliefererunternehmen nach deutschem Vorbild stecken.
Zwar ging der Absatzeinbruch im Jänner gegenüber dem Vormonat von 15,8 auf 7,9 Prozent zurück. Davon profitierten überraschenderweise aber vor allem deutsche und andere ausländische Produzenten. So konnten Audi, BMW, Mercedes und VW ihre Verkaufszahlen steigern, während sie bei Peugeot/Citroen um 11,2 Prozent und bei Renault sogar um 20,9 Prozent einbrachen. (apa/red)
Bilderberg-Treffen07:04
Faymann bei GeheimtreffKanzler nimmt erneut an Konferenz der Welt-Elite aus Finanz und Politik teil
Sexy Kicker07:23
Woki mit deim PopoDen EM-Titel gibt's erst am 1. Juli. Die Wahl des heißesten Stars der EM gibt's schon jetzt
Fürst Albert & Charlene07:05
Ehe unter DruckGanz Monaco wartet auf einen Thronfolger: Ein Paar im Focus der Öffentlichkeit

