Donnerstag, 12. Februar 2009

Brückner spürt den eisigen Gegenwind:
Teamchef steht bereits gehörig unter Druck

  • Kritik nach lustlosem Schweden-Spiel wird größer
  • Hans Krankl spricht es aus: "So geht es nicht weiter"

Mit der 0:2-Niederlage im freundschaftlichen Länderspiel gegen Schweden hat sich die Position von Teamchef Karel Brückner keineswegs verbessert. Der tschechische Routinier verliert zunehmend das Vertrauen von Medien und Funktionären. Weder ist eine spielerische Entwicklung zu erkennen, noch kommt es zu Erfolgen bei den Ergebnissen. Neo-ÖFB-Präsident Leo Windtner hat Brückner bereits die Rute ins Fenster gestellt. Der Teamchef ist klar angezählt.

Leo Windtner hatte dem Teamchef zuvor zwei Partien Zeit gegeben, den "Schaden vom Herbst zu reparieren". Dadurch ließ sich der Tscheche vor dem Schweden-Match noch nicht aus der Ruhe bringen. "Druck ist normal, das gehört zum Beruf eines Spielers und eines Trainers dazu. Ich verstehe den Druck auf meine Person."

Aber mit dem lustlosen Spiel in Graz haben sich die kritischen Stimmen nicht verringert, und der Druck, den Brückner nun zu spüren bekommt, ist auch nicht alltäglich. Windtner und Brückner werden sich wohl bald zu einem handfesten Krisentreffen zusammensetzen müssen.

Ex-Teamchef Hansl Krankl beteuert via Tageszeitung "Österreich" bereits sein Mitleid mit den Teamspielern und macht Brückner zum Hauptverantwortlichen: "Auf der ganzen Welt trägt der Trainer für die Leistung seines Teams die Verantwortung. Ich bin gespannt, wie Karel Brückner auf diese Tristesse reagieren wird. So geht es jedenfalls nicht weiter."

Kein Neubeginn
"Von Neubeginn war nichts zu sehen, sondern nur eine völlig verunsicherte, viel zu passive Mannschaft, der Bewegung und auch das Feuer fehlte", bekrittelt die "Kronen Zeitung" das Auftreten der Brückner-Elf.

Und der "Kurier" kennt bereits den Termin von Brückners letztem Arbeitstag: "Teamchef Karel Brückner muss sich noch einiges einfallen lassen vor seiner höchst wahrscheinlichen Abschiedsvorstellung gegen Rumänien am 1. April in Klagenfurt".

Der 69-jährige Teamchef muss gegen Rumänien wohl mit einem großartigen Erfolgserlebnis punkten, wenn er seinen Job behalten möchte.
(red)

12.2.2009 11:15
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