WM-Teambewerb in Val d'Isere abgesagt:
Wegen Neuschnees ersatzlos gestrichen
- Ausstehende technische Bewerbe haben Priorität
- Leichter Optimismus für anstehende Riesentorläufe

·Großes Rätselraten in
Österreichs WM-Lager
Schlechtester Start in
der Nachkriegsgeschichte
·"Jeder macht Fehler,
auch der Cheftrainer"
Herren-Chef Toni Giger
nimmt zu Kritik Stellung
·Svindal 'tröstet' sich
mit Kombinations-Gold
Baumann als bester ÖSV-
Läufer nur auf Platz acht
·Raich: "Abhaken und in Zukunft schauen"
Hat in der Kombi-Abfahrt vermutlich zu viel riskiert
Österreichs Ski-Team ist bei den alpinen Weltmeisterschaften in Val d'Isere um eine große Medaillenchance ärmer geworden, denn der Teambewerb musste abgesagt und ersatzlos gestrichen werden. Der französische WM-Ort ist fest im Griff von starkem Schneefall und starkem Wind, zudem hatte die Bellevarde-Piste wegen Lawinengefahr in der Nacht geschlossen werden müssen und deshalb nicht wie gewünscht bearbeitet werden können.
Aufgrund der zwar nicht perfekten, aber immerhin leicht positiven Wetterprognosen für die kommenden Tage genießen die vier noch auf dem Programm stehenden Einzelrennen oberste Priorität. Die Strecke soll für die Bewerbe heute (Damen-Riesentorlauf), Freitag (Herren-Riesentorlauf), Samstag (Damen-Slalom) und Sonntag (Herren-Slalom) in perfekten Zustand gebracht werden.
"Derzeit kein Rennen gefährdet"
"Zum jetzigen Zeitpunkt ist kein Rennen gefährdet", versprühte OK-Sprecherin Beatrice Hutter ein wenig Optimismus fürs Finale der WM. Dienstagabend und Mittwoch früh knallte es fast im Minutentakt in Val d'Isere, denn zahlreiche Lawinen wurden gesprengt.
Österreich wäre nach Gold 2007 in Aare als Titelverteidiger und einer der großen Favoriten in den Bewerb gegangen, für den ÖSV wäre das Sextett Kathrin Zettel, Michaela Kirchgasser, Andrea Fischbacher, Marcel Hirscher, Reinfried Herbst und Klaus Kröll an den Start gegangen. Der Teambewerb ist seit Bormio 2005 Bestandteil der WM, bei der Premiere hatte überraschend Deutschland triumphiert.
(apa/red)
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