Wird Frank Rijkaard neuer Chelsea-Coach?
Spekulationen um Nachfolger von Scolari
- Ex-Barcelona-Trainer auf der Suche nach Dauerjob
- Guus Hiddink hat Gespräche bereits aufgenommen
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Das Nachfolgerennen um den Trainerposten beim englischen Fußball-Vizemeister Chelsea ist nach der Entlassung von Luiz Felipe Scolari voll entbrannt. Britische Medien brachten Ex-Barcelona-Coach Frank Rijkaard mit dem englischen Topclub in Verbindung. "Er ist ein großer Fan des Fußballs und der Premier League", sagte Rijkaards Agent Perry Overeem. Aber auch Guus Hiddink ist im Gespräch.
Der Niederländer Rijkaard, der im Vorjahr bei den Katalanen entlassen worden war, würde gerne in Englands höchster Spielklasse arbeiten, sei allerdings auf der Suche nach einem Langzeit-Engagement. "Es sollte etwas für länger, nicht nur für eine oder eineinhalb Saisonen sein", wies Overeem hin.
Neben Rijkaard soll auch Guus Hiddink ein Chelsea-Wunschkandidat sein. Im Gespräch sind auch die beiden Ex-Chelsea-Profis Gianfranco Zola sowie der Franzose Didier Deschamps.
Hiddink führt bereits Gespräche
Hiddink hat mit Chelsea Gespräche aufgenommen. Der Russland-Teamchef wurde nach eigenen Angaben vom englischen Vizemeister kontaktiert, um den Trainerposten bis zum Saisonende zu übernehmen. "Das ist eine Ausnahmesituation. Wenn es ein anderer Club wäre, wäre meine Antwort ein klares 'Nein'. Aber bei Chelsea ist es anders, weil ich eine gute Beziehung zum Club-Besitzer (Anm.: der Russe Roman Abramowitsch) habe", merkte Hiddink an. Deshalb wolle er dem Verein helfen, sofern er dies könne.
Hiddink betonte aber auch klar, dass er nur bereit sei, die Aufgabe für die nächsten Monate zu übernehmen. "Ich werde meine Tätigkeit als Teamchef sicher nicht beenden, das steht außer Frage", stellte der Niederländer, der sich mit Russland für die WM 2010 in Südafrika qualifizieren möchte, klar. Er würde daher auf jeden Fall die Nationalmannschaft bei den WM-Qualifikationsspielen betreuen.
Erfahrung mit Doppeltrainerschaft
Mit einer Doppelfunktion hat Hiddink schon Erfahrungen gemacht, als er gleichzeitig das australische Nationalteam und den PSV Eindhoven betreute. Man werde sich auf jeden Fall in den nächsten Tagen treffen und die Sache besprechen, sagte er.
Scolari nahm seine zweite Entlassung in seiner 27-jährigen Trainerkarriere indes gelassen hin. "Ich wünsche Chelsea viel Glück in den drei Wettbewerben, in denen sie um den Titel spielen", sagte er.
(apa/red)
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