Emirate sorgen für handfesten Skandal:
Israels Peer wird die Einreise verweigert
- Maßnahme wegen Militäroffensive im Gaza-Streifen
- WTA denkt an Sanktionen bis zur Turnier-Streichung

Die israelische Militäroffensive im Gaza-Streifen hat nun auch auf Sportebene zu einer ungewöhnlichen Maßnahme geführt: Die Vereinigten Arabischen Emirate verweigerten der israelischen WTA-Spitzenspielerin Shahar Peer die Einreise zum WTA-Turnier in Dubai. "Wir sind zutiefst von dieser Entscheidung enttäuscht. Frau Peer hat das Recht, in diesem Turnier anzutreten und es ist bedauerlich, dass die Emirate ihr dieses Recht verweigern", meinte WTA-Boss Larry Scott in einer Aussendung.
Nach einigen Konsultationen habe die WTA den Turnierveranstaltern vorerst erlaubt, das Turnier fortzusetzen, allerdings ist die Sache damit noch nicht vom Tisch. Shahar Peer und ihre Familie seien freilich sehr verärgert und enttäuscht von dieser Entscheidung und dem Einfluss auf ihre persönliche Profi-Karriere. Die WTA werde Peer in Sachen Rechtshilfe beistehen und auch die Zukunft des Turniers überdenken. "Die Sony Ericsson WTA Tour glaubt sehr stark daran und verfolgt eine klare Politik, wonach keine Gastgeber-Nation einer Spielerin das Recht am Antreten bei einem Turnier verweigern sollte, für das sie sich durch ihr Ranking qualifiziert hat", betonte Scott in der Aussendung.
(apa/red)
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