ÖSV-Biathleten haben Medaille vor Augen:
WM in Südkorea als großer Saisonhöhepunkt
- Norweger Björndalen jagt seine 30. WM-Medaille
- Österreicher zählen in der Staffel zu den Favoriten
·Biathleten nehmen
WM-Medaille ins Visier
ÖSV-Team bleibt trotz
Dopingvorwurf unbeirrt
·Von Eröffnungsfeier
bis Schlussbewerb
Das Programm der
Biathlon-WM in Südkorea
·Als die Göttin Skadi mit Skiern jagen ging
Der Heeresport Biathlon hat mythische Wurzeln

Mit seinen Bewerbungen um die Olympischen Winterspiele 2010 und 2014 war Südkorea jeweils gescheitert, in den kommenden zehn Tagen blickt zumindest die Biathlon-Welt auf Pyeongchang. Erstmals ist der Weltverband IBU mit einer WM in den Fernen Osten gegangen. Die ÖSV-Herren reisen mit neun Podestplätzen nach Südkorea, wo sie vor allem in der Staffel zu den Favoriten zählen.
Biathlon hat in den vergangenen Jahren einen deutlichen Aufschwung erlebt. Vor allem der Aufwand, der in Deutschland betrieben wird, ist enorm. Bei den Herren kommen die Favoriten dennoch aus Norwegen: Weltcup-Spitzenreiter Emil Hegle Svendsen hat von Östersund 2008 zwei WM-Titel zu verteidigen, Ole Einar Björndalen in Südkorea den Rekord an WM-Goldmedaillen im Visier.
Björndalen hält in seiner einzigartigen Karriere bei 29 WM-Medaillen - zehn in Gold, zehn in Silber und neun in Bronze. Mit einem weiteren Titel würde der 35-Jährige den deutschen Frank Luck als erfolgreichsten WM-Biathleten aller Zeiten ablösen. Im Weltcup ist er es mit 84 Siegen längst.
Begründete Medaillenhoffnungen
Österreichs Herren etablierten sich in nie dagewesener Dichte im Spitzenfeld. Fünf Einzel-Podestplätze sowie vier in ebensovielen Staffelbewerben lassen auf eine Medaille hoffen. "Das ist auch unser erklärtes Ziel", betonte Sportdirektor Markus Gandler. Für die Staffel sind auch in Pyeongchang die Aussichten am besten. "Wir haben aber in jedem Bewerb die Chance, vorne dabei zu sein", versicherte Christoph Sumann.
Der Steirer hatte den Massenstart-Bewerb in Oberhof gewonnen und liegt im Spezial-Weltcup voran. Dazu kommt Youngster Dominik Landertinger, der in dieser Saison bereits dreimal aufs Podest gelaufen ist. "Druck mache ich mir deswegen aber keinen", betonte der 20-jährige Tiroler. Die ersten Bewerbe sind die Sprints am Samstag (8:45 und 11:15 Uhr MEZ).
(apa/red)
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