Strenge Kontrollen bei Inzest-Prozess:
Zutritt zur Gerichtssaal nur mit Berechtigung
- Straße absperren um mehr Parkrum zu schaffen
- Exekutive der Stadt will Unterstützung anfordern

Zum Prozess um den Inzest-Fall von Amstetten am Landesgericht St. Pölten sind umfangreiche Sicherheits-und Verkehrsmaßnahmen angedacht. Zutritt zum Gerichtsgebäude wird es in der Verhandlungswoche nur mit Berechtigung (für Medienvertreter mit Akkreditierung) geben. Dazu müsse Parkraum für die nationalen und internationalen Medienvertreter geschaffen werden, hieß es im Rathaus und seitens der Polizei.
Zu den Überlegungen zählt u.a., die Heßstraße, die unmittelbar südlich des Landesgerichts mit dem angeschlossenen Gefangenenhaus verläuft, zu sperren. Dort sollen zur Verhandlungswoche insbesondere Übertragungswagen abgestellt werden können. Angedacht ist auch Unterstützung durch die Polizei für die Justizwache im Gerichtsgebäude selbst. Der Bereich vor dem Objekt wird jedenfalls mit Tretgittern abgesichert.
Unterstützung der Exekutive
Die Exekutive in der Stadt werde in der Prozesswoche "wahrscheinlich" ebenfalls "Unterstützung brauchen", um den "normalen Dienstbetrieb aufrechterhalten" zu können, so Polizeidirektor Johann Schadwasser. Probleme werde es nicht geben, zumal es bereits ein Angebot des Landespolizeikommandos hinsichtlich personeller Aushilfe gebe.
An das Rathaus sind im Vorfeld der fünftägigen, großteils nicht öffentlichen Verhandlung diverse Anfragen von Medien - von Japan über die USA bis Teheran - gerichtet worden. Der Magistrat ist - in Absprache mit Justiz und Polizei - auch in die organisatorischen Vorbereitungen eingebunden: So wird die Abteilung Straßenbeleuchtung für von den Übertragungswagen benötigte Leitungen und Verteilerkästen sorgen, sagte Rathaus-Sprecher Peter Bylica. Darüber hinaus könnte der Wirtschaftshof mit Absperrgittern aushelfen, so das erforderlich sei.
(apa/red)
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