Sonntag, 15. Februar 2009

Lawinenwochenende in Salzburg und Tirol: Ein Toter und mehrere Verletzte Personen

  • Oberösterreicher im Bereich Anzenberg vermisst
  • Tirol: 36-Jähriger überlebte Lawine schwer verletzt

Zahlreiche Lawinenabgänge haben am Wochenende in Österreich zumindest ein Todesopfer gefordert. Zahlreiche Alpinsportler wurden verletzt, eine Person wird noch vermisst. Die kritische Situation in den alpinen Regionen und das Treiben vor allem von Variantenfahrern abseits der Pisten brachte am Wochenende in den westlichen Bundesländern Hochbetrieb bei der Bergrettung.

Eine fünfköpfige Tourengruppe - Männer im Alter von 39 bis 55 Jahren aus dem Bundesland Salzburg - stieg im Gemeindegebiet von Hintersee (Flachgau) mit Tourenskiern auf den Regenspitz auf. Bei der Abfahrt lösten sie ein Schneebrett aus, von dem drei Männer mitgerissen wurden. Zwei wurden teilverschüttet und konnten sich selbst befreien. Ein 52-jähriger Mann aus der Stadt Salzburg starb in den Schneemassen. Die beiden Schwerverletzten wurden ins Spital geflogen.

47-jähriger Skifahrer vermisst
Ebenfalls im Gemeindegebiet von Hintersee wird seit Freitag auf dem Anzenberg ein aus dem Raum Attersee stammender, 47-jähriger Skifahrer vermisst. Die Suche nach ihm musste die Bergrettung wegen der hohen Lawinengefahr abbrechen. Der Oberösterreicher wurde vermutlich von einem Schneebrett verschüttet und dürfte nicht mehr am Leben sein.

Mehr Glück hatten bei einem Lawinenabgang im Gemeindegebiet von Saalbach-Hinterglemm (Pinzgau) drei Variantenfahrer aus Oberösterreich, die im Bereich "Reiterkogel Ost" ein Absperrband ignorierten und in freies Gelände einfuhren. Ein 22-jähriger Welser wurde von einem Schneebrett mitgerissen, aber nicht verschüttet. Der Welser zog sich eine Hüftluxation zu.

Im Gemeindegebiet von Rußbach (Tennengau) mussten fünf jugendliche Skifahrer im Alter von zwölf bis 16 Jahren aus Bad Goisern (OÖ) im Skigebiet Dachstein West im sogenannten "Neffgraben" von den Bergrettern aus ihrer Notlage befreit werden. Ebenfalls aus dem "Neffgraben" wurden drei Deutsche und ein Österreicher unverletzt geborgen und ins Tal gebracht.

(apa/red)

15.2.2009 14:20