Todesfall Skipiste: Wintersportler unter Lawine begraben - jede Rettung kam zu spät
- Hubschrauber, Alpinpolizei und Bergrettung im Einsatz
- Innenministerin nahm an Einsatzbesprechung teil

Todesfalle Skipiste: Ein Lawinenabgang in Innervillgraten in Osttirol hat ein Todesopfer gefordert. Von den Schneemassen wurden laut Polizei zwei Personen erfasst. Die Lawine löste sich im Bereich der Defreggergruppe in einer Höhe von 2.400 Metern.
Einer der beiden Verschütteten konnte lebend geborgen werden. Für das zweite Lawinenopfer kam jede Hilfe zu spät. Im Einsatz standen drei Hubschrauber sowie Alpinpolizei, Bergrettung und Hundeführer.
Es herrschte erhebliche Lawinengefahr
Zum Zeitpunkt des tödlichen Lawinenabgangs in Osttirol herrschte im Gebiet erhebliche Lawinengefahr. In den vergangenen drei Tagen fielen zwischen 30 und 40 Zentimeter Neuschnee, teilweise wurden Neuschneezuwächse bis zu 75 Zentimetern registriert.
Kräftiger Wind führte zudem zu neuen Schneeverfrachtungen. Gefahrenstellen seien dort derzeit in allen Hangrichtungen anzutreffen, vermehrt oberhalb etwa 1.600 Metern im bisher eher wenig befahrenem oder begangenem Steilgelände. Der Tiroler Lawinenwarndienst hatte zu Zurückhaltung bei der Befahrung von Steilhängen geraten. Vereinzelt seien durch die Tageserwärmung auch noch spontane Lawinenabgänge möglich. Zu dem Lawinenabgang war es im Bereich der zum Deferegger Gebirge gehörenden Pürglers Kunke gekommen.
Fekter eilte zur Einsatzbesprechung
Das Unglück überschattete die Klausur der Bundesregierung, die zur selben Zeit im nur wenige Kilometer entfernten Sillian abgehalten wurde. Innenministerin Maria Fekter eilte von dort aus sofort zur Einsatzbesprechung.
(apa/red)
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