Markus R. Leeb über die Alterssicherung:
Pensionen mit der zweiten Säule retten
Wenn in Österreich etwas als sicher gilt, dann sind es die ASVG-Pensionen. Das ist die staatliche Rente, die jeder Pensionsberechtigte früher oder später erhält. Natürlich hat es sich mittlerweile herumgesprochen, dass sich das Ganze in Zukunft schwer ausgehen wird. Die simple Formel dazu lautet: je mehr Zeit bis zum Pensionsantritt, desto weniger Geld. Aus diesem guten Grund boomt auch die private Vorsorge. Vor allem die attraktive staatlich geförderte Vorsorge erfreut sich dank Steueranreiz, Prämie und Garantie zu Recht großer Beliebtheit.
Bei der staatlichen ASVG-Pension haben wir ein Umlageverfahren: Die Pensionisten bekommen ausbezahlt, was die Aktiven einzahlen. Derzeit finanzieren die Aktiven rund 80 Prozent der ASVG-Pensionen. Die restlichen 20 Prozent kommen vom Staat - also auch von uns. Um dieses System, das auf eine Unfinanzierbarkeit zusteuert, zu entlasten, braucht es weitere Pensionssäulen. Die sogenannte 2. Säule ist die betriebliche Zusatzrente. Nur: Diese ist derzeit finanziell so unattraktiv, dass sie nur sehr marginal genützt wird. Hier liegt ein großes Feld brach. Man bräuchte nur ein wenig Dünger, also steuerliche Anreize oder Prämien, und die Ernte wäre reichlich. Und sehr bald notwendig.
