Gehaltsgrenzen für heimische Manager? Schieder fordert Härte bei Staatsbetrieben
- Könnte sich Gehälterlimits auch bei AUA vorstellen
- Härtere Bestimmungen für Bankmanager denkbar

·24 Jahre arbeiten für
ein ÖIAG-Jahresgehalt
Manager Peter Michaelis kann sich nicht beklagen
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der Lufthansa nicht fix
Kleinanleger nehmen
Warnungen nicht ernst
·Obama greift bei Managern hart durch
Gehalts-Obergrenze bei 500.000 Dollar ansetzen
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Sonst droht Insolvenz der
österreichischen Airline
·Üppige Dividenden und hohe Provisionen
Heiße Debatten um die Jahresauszahlungen
Die USA machen es vor und wir ziehen nach: Letzte Woche ließ US-Präsident Obama mit seinem Vorschlag eine Gehaltsobergrenze für Manager festzusetzen, aufhorchen. Nun werden auch ähnliche Stimmen in Österreich laut. So hält nun auch Finanzstaatssekretär Andreas Schieder Gehaltsgrenzen für heimische Manager staatsnaher Betriebe für möglich.
Der SPÖ-Finanzstaatssekretär plädiert für Gehaltsobergrenzen für Manager, wenn deren Unternehmen Staatshilfen beanspruchen. Dort, wo das Management auf Hilfe des Staates angewiesen sei, sei es auch gerechtfertigt, dass man die Hilfe an bestimmte Auflagen knüpfe. Dazu gehöre auch, "dass weder Gratifikationen noch übermäßige Managergehälter ausbezahlt werden", so Schieder im ORF-Radio Ö1.
Strengere Auflagen für Bankmanager
Im Banken-Hilfspaket gibt es zwar schon die Auflagen, wonach die Manager der Institut, die die Steuergelder beanspruchen, im ersten Jahr auf jegliche Boni verzichten müssen. Schieder kann sich solche und strengere Auflagen allerdings auch für Manager staatsnaher Betriebe wie die AUA vorstellen, die zuletzt einen staatlichen Notkredit in Anspruch genommen hat. "Ich glaube, dass man auch darüber diskutieren kann, welche Höhen von Managerbezügen angemessen sind - dann, wenn der Staat eigentlich diesen Firmen massiv unter die Arme greift", sagte Schieder.
Beispiel AUA
Erfolgsprämien seien bei der AUA jedenfalls keinesfalls gerechtfertigt, wenn man sich anschaue, in welchem Zustand dieses Unternehmen letztlich vom scheidenden Management hinterlassen wurde, sagte der SPÖ-Staatssekretär. Schieders ÖVP-Pendant im Finanzministerium, Reinhold Lopatka, reagierte verhalten auf den Vorschlag. "Wenn der Koalitionspartner diese Diskussion führen will, dann wird sie sicherlich in der Regierung geführt werden. Vor allem dort, wo diese Manager dann kommen und massiv um Hilfe bitten, verstehe ich, dass diese Diskussion geführt wird", meinte Lopatka.
Opposition ebenfalls für Obergrenzen
Auch die Opposition greift einmal mehr das populäre Thema "Obergrenzen bei Managergehältern" auf. So will die FPÖ den staatsnahen Betrieben, die sich also nicht einmal im Staatsbesitz befinden, vorschreiben, dass sie den Managern nicht mehr zahlen dürfen als der Bundeskanzler verdient. Das BZÖ wiederum will der OMV, die zu mehr als zwei Drittel privaten Investoren gehört, einen Verzicht bei den Vorstandsprovisionen diktieren. Die Grünen hingegen wollen nur Obergrenzen, wenn die Unternehmen eine Finanzspritze vom Staat bekommen. (apa/red)

