Gute Nachricht für Gropbritannien-Fans: Schwaches Pfund lockt Touristen ins Land
- Kehrseite für Engländer: Alles um 30 Prozent teurer
- Heimische Tourismusbetriebe leiden unter Entwicklung

·2008 bescherte dem Tourismus sattes Plus
126,6 Mio. Nächtigungen, Anstieg von 4,2 Prozent
·Britischer Leitzins auf Rekordtief gesenkt
Schlüsselzins von 2,0 auf 1,5 Prozent vermindert
Das britische Pfund ist so schwach wie schon lange nicht mehr. Aktuell liegt der Kurs bei etwa 1,1 Euro. Bei der Euro-Einführung im Jahr 2002 waren es noch rund 1,63 Euro. Die stark gesunkene Währung lockt nun viele Touristen auf die Insel. Vor allem Shopping-Trips laufen gut, so Andrea Hetzel von der britischen Tourismuszentrale.
So sehen beispielsweise die Verkäufer in der Londoner Oxford-Street an den Kreditkartenabrechnungen, dass nun mehr Euro-Kunden kommen. Aber nicht nur der aktuelle Wechselkurs, sondern auch die niedrigere Mehrwertsteuer - im Dezember wurde sie von 17,5 auf 15 Prozent gesenkt - trage dazu bei, dass mehr Touristen kommen. Wie hoch das Plus tatsächlich ist, konnte Hetzel mangels Zahlenmaterial aber nicht sagen.
Gute Nachricht für Großbritannien-Fans
Während sich die Großbritannien-Fans über das schwache Pfund freuen, leiden die heimischen Tourismusbetriebe darunter. Der Tiroler Tourismus, der hauptsächlich von den britischen Touristen profitiert, wird heuer Einbußen hinnehmen müssen, prognostizierte der Obmann der WKÖ - Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Hans Schenner.
Noch seien die Tiroler Touristiker davon nicht betroffen, aber im Ostergeschäft werde sich der schlechte Wechselkurs des Pfund bemerkbar machen. "Für die Engländer ist ja alles um 30 Prozent teurer geworden", sagte Schenner. Den Rückgang der britischen Gäste bezifferte er mit rund 10 Prozent. In der gesamten Tiroler Tourismusbilanz sollte sich das aber mit lediglich einem Prozent bemerkbar machen. (apa/red)

