Enttäuschende Rezeptgebühren-Regelung: Nur knapp 274.000 profitierten im Vorjahr
- Viel weniger Begünstigte als anfänglich angenommen
- Kritik: Gebühren-Untergrenze & Verwaltungsaufwand

·Das österreichische Gesundheitssystem
8,2 Millionen sind bei 22 Krankenkassen versichert
·Regierung deckelt
die Rezeptgebühr
Verlust für Kranken- kassen bei 60 Mio. Euro
Die Rezeptgebühren-Regelung war bei ihrer Einführung vor einem Jahr auf viel Gegenwehr gestoßen. Nach der ersten Analyse steht nun fest: Dies war nicht unberechtigt. Denn viel weniger Kranke konnten von der Befreiung profitieren, als eigentlich prognostiziert worden war.
Die Regelung wird anhand des Einkommens berechnet. Sobald eine Zwei-Prozent-Grenze überschritten wurde, kann der Arzt via E-Card erkennen, dass der Patient von der Rezeptgebühr befreit ist. Gedacht ist diese finanzielle Erleichterung vor allem für chronisch Kranke, Pensionisten und Menschen mit niedrigem Einkommen.
Weniger Begünstigte
Wie das Ö1 Morgenjournal nun berichtete, konnten mit Vorjahresende knapp 280.000 Versicherte diese Regelung in Anspruch nehmen - das sind über 76.000 Menschen weniger, als in den ursprünglichen Prognosen berechnet worden war!
Dies liegt vor allem an der Untergrenze, die von Anfang an stark kritisiert worden war: Mindestens 37 Mal muss die Rezeptgebühr nämlich bezahlt werden - ganz unabhängig vom Einkommen. Erst dann kommt die Regelung zum Einsatz.
(red)

