Mittwoch, 4. Februar 2009

"Kein Signal der Abschottung aussenden": Präsident Obama lehnt Protektionismus ab

  • Neues Programm soll keinen Handelskrieg auslösen
  • USA dürfe nicht nur auf eigene Interessen schauen

US-Präsident Barack Obama hat sich zu einem offenen internationalen Handel bekannt und eine Überprüfung protektionistischer Vorschriften beim geplanten US-Konjunkturprogramm in Aussicht gestellt. Er plädiere dafür, alle Formulierungen aus dem Programm zu nehmen, die einen Handelskrieg auslösen könnten.

"Ich glaube, wir müssen sicherstellen, dass keine der darin enthaltenen Klauseln einen Handelskrieg lostreten kann", sagte Obama mit Blick auf die Debatte, nur US-Produkte zu fördern, im Sender ABC. "Wir können kein Signal der Abschottung aussenden", ergänzte der US-Präsident. Er halte es für einen Fehler, in einer Zeit, in der der weltweite Handel ohnehin zurückgehe, den Eindruck zu erwecken, die USA schauten nur nach ihren eigenen Interessen und hätten kein Interesse am Welthandel, sagte Obama dem Sender Fox.

Das US-Repräsentantenhaus hatte mit seinen Beschlüssen für ein Konjunkturprogramm weltweit Sorge vor einer Abschottung der US-Märkte ausgelöst. Die von Obamas Demokraten beherrschte Parlamentskammer fordert etwa, dass nur Stahl und Eisen aus den USA für Infrastrukturinvestitionen aus dem 825-Milliarden-Dollar-Paket genutzt werden dürfe. Derzeit wird das Paket im Senat beraten. (apa/red)

4.2.2009 09:16