Montag, 2. Februar 2009

"Mein Erfolgsgeheimnis bleibt geheim": Herbst lässt sich nicht in die Karten blicken

  • Slalom-Star schaltet vor WM einen Gang zurück
  • Herbst: "Ich will jetzt bis Freitag keinen Ski sehen"

Reinfried Herbst ist im Slalom weiterhin mit beeindruckender Konstanz unterwegs, in den jüngsten fünf Weltcup-Rennen landete der Salzburger viermal auf dem Podest. Nach den für die Slalom-Stars heftigen Jänner-Wochen wird Herbst nun erst einmal einen Gang zurückschalten. "Ich spüre die Hüfte, auch die Füße sind müde. Ich will jetzt bis Freitag keinen Ski sehen, dann werde ich meinen Körper wieder Richtung WM hochfahren", meinte Herbst nach seinem dritten Rang in Garmisch-Partenkirchen.

Sollte der 30-Jährige seinen Aufbau auf die WM hin ähnlich gut timen können wie auf die Jänner-Highlights, dann stünde einem vollen Erfolg von Herbst am 15. Februar in Val d'Isere nichts im Wege. Dass Herbst seine Form so perfekt auf die Big Events wie Wengen oder Schladming abstimmen konnte, sei einerseits natürlich ein wenig glücklich, allerdings keinesfalls Zufall.

Nach dem Rennen in Garmisch verriet Herbst nämlich, dass es ein ganz spezielles Erfolgsgeheimnis gibt, stellte jedoch klar, dass dieses eben sein Geheminis bleiben soll. "Ich habe über viele Jahre Erfahrungswerte gesammelt, warum ich mir im Jänner oft schwergetan habe. Was ich beobachtet und verändert habe, will ich aber keinesfalls preisgeben, weil ich davon extrem profitiert habe. Mein Plan ist voll aufgegangen", berichtete der in Salzburg-Wals lebende Jungvater.

Videostudium Schlüssel zum Erfolg
Herbst verriet nur so viel, dass er seinen Stein der Weisen vor allem per intensivem Videostudium gefunden hat. Die Umsetzung des Plans hatte Herbst bereits vor mehr als einem Jahr gestartet - offensichtlich mit höchstem Erfolg. Sein Plan bis zur WM sieht auf jeden Fall nach einer Regenerationsphase, die sicher auch Sohn Felix freut, trotz einer zweiwöchigen Rennpause vorerst keinen Start bei einem FIS- oder Europacup-Bewerb vor.

Bereits fix ist, welcher Ski dem Olympia-Zweiten 2006 WM-Gold 2009 bringen soll. Herbst wird auf jenes Blizzard-Geschoss zurückgreifen, mit dem er u.a. in Schladming allen Konkurrenten auf und davon gerast ist. Um kein unnötiges Risiko einzugehen, hat sein Servicemann Armin Marak diesen Ski bereits vor Garmisch weggepackt und sicher fürs Saison-Highlight in Val d'Isere verstaut.

Was diesen Ski, der die Code-Nummer 17 trägt, so besonders macht, erklärte Herbst wie folgt: "Es gibt Ski, die einem noch mehr Gefühl und Sicherheit geben. Da geht das Attackieren fast von alleine." Und genauso ein Modell hat Herbst mit seinem Blizzard-Team gefunden. Das Ziel von Herbst in Frankreich liegt auf der Hand. "Mein WM-Ziel ist logischerweise eine Medaille."

(apa/red)

2.2.2009 13:07