Freitag, 6. Februar 2009

Kiffer-König Phelps hat Plantschverbot: Nach Marihuanapfeifen-Foto drei Monate gesperrt

  • US-Schwimmverband setzt Finanz-Unterstützung aus
  • Hauptsponsor Kellogg wird Vertrag nicht verlängern

Wegen eines Fotos mit einer Marihuana-Pfeife ist der US-Schwimmer Michael Phelps vom US-Schwimmverband für drei Monate gesperrt worden. Es habe keine Verstöße gegen Anti-Doping-Regeln gegeben, erklärte der Verband. "Doch wir haben uns entschlossen, Michael eine klare Botschaft zu senden, da er so viele Menschen enttäuscht hat."

Phelps werde laut Informationen des US-Nachrichtensenders CNN in der Zeit seiner Sperre vom US-Schwimmverband keine finanzielle Unterstützung erhalten. Sponsor Kellogg kündigte an, seinen Ende Februar auslaufenden Vertrag mit Phelps nicht zu verlängern. Das Verhalten des Sportlers stehe nicht in Einklang mit dem Image des Unternehmens. Die meisten Sponsoren halten jedoch weiter zu dem Schwimmer, der bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 acht Goldmedaillen gewann.

Im Dezember 2004 hatte ein US-Gericht Phelps zu 18 Monaten auf Bewährung verurteilt, weil er alkoholisiert am Steuer seines Wagens erwischt worden war. Auch damals hatten die Sponsoren seine Reue akzeptiert.

Das Foto in der britischen Boulevard-Zeitung "News of the World" hatte weltweit für Wirbel gesorgt. Medaillen-König Phelps entschuldigte sich für sein Verhalten, das er als bedauerlich und als schlechte Entscheidung bezeichnete. Das Internationale Olympische Komitee akzeptierte die Entschuldigung.

(apa/red)

6.2.2009 10:57