Mittwoch, 4. Februar 2009

Mitsubishi steigt aus dem Rallye-Sport aus: Sofortiger Rückzug wegen der Absatzkrise

  • Nettoverlust von umgerechnet 523 Mio. Euro erwartet

Mitsubishi zieht sich wegen der aktuellen Absatzkrise ab sofort aus dem Rallye-Sport zurück und wird somit künftig auch nicht mehr an der berühmt-berüchtigten Rallye Dakar teilnehmen. "Der plötzliche Einbruch der Weltwirtschaft hat es für das Unternehmen notwendig gemacht, die Mittel gezielter einzusetzen", hieß es in einer Mitteilung des viertgrößten japanischen Autokonzerns.

Mitsubishi hatte bekanntgegeben, dass in dem noch bis Ende März laufenden Geschäftsjahr ein Fehlbetrag von netto 60 Milliarden Yen (523 Millionen Euro) anfallen dürfte. Mitsubishi gewann bei insgesamt 26 Teilnahmen 12-mal die Rallye Dakar. Von 2001 bis 2007 waren die Japaner sogar sieben Mal in Serie siegreich.

Wegen der Wirtschaftskrise hatten zuvor auch anderen japanische Autobauer ihre Investitionen in den Motorsport zurückgeschraubt oder ganz gestoppt. Honda stieg nach erfolglosen Jahren aus der Formel 1 aus und sucht noch einen Käufer für sein in England ansässiges Team. Subaru und Suzuki zogen sich aus der Rallye-WM zurück. Motorrad-Hersteller Kawasaki engagiert sich nicht mehr in der MotoGP, und der größte Automobil-Hersteller Toyota macht seinen Verbleib in der Formel 1 vom Abschneiden in der Saison 2009 abhängig.

(apa/red)

4.2.2009 14:59