Khatami tritt bei Präsidentenwahlen im Iran
an: Kandidatur im Juni gegen Ahmadinejad
- Reformer hatte Amt bereits von 1997 bis 2005 inne
- Wiederwahl Ahmadinejads von Ayatollah abhängig
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Der Reformer Mohammed Khatami will bei der iranischen Präsidentenwahl im Juni gegen den umstrittenen Amtsinhaber Mahmoud Ahmadinejad antreten. "Hiermit kündige ich mit Nachdruck an, dass ich mich bei der Wahl als Kandidat aufstellen lassen werde", sagte der 65-jährige frühere Staatschef vor Anhängern in Teheran.
Khatami war bereits von 1997 bis 2005 Präsident der Islamischen Republik. Während seiner Regierungszeit entspannte sich das Verhältnis des Irans zum Westen. Khatami setzte sich zudem für soziale Reformen ein, die allerdings oft von den konservativen Kräften innerhalb der Verwaltung behindert wurden.
Wiederwahl von Ahmadinejad umstritten
Ahmadinejad hatte überraschend die Wahl 2005 gegen den einflussreichen Kleriker Akbar Hashemi Rafsanjani gewonnen. Dabei erhielt er insbesondere die Unterstützung der armen und tiefgläubigen Bürger. Nach Ansicht von Experten hängt seine Wiederwahl stark von der Rückendeckung des geistlichen Oberhaupts Ayatollah Ali Khamenei ab.
Die Reformkräfte im Iran kritisieren vor allem Ahmadinejads Wirtschaftspolitik. Viele Bürger des weltweit viertgrößten Ölförderlandes ächzen unter einer Inflation von knapp 30 Prozent und steigender Arbeitslosigkeit. Zudem habe der Präsident das Land wegen seines harten außenpolitischen Tons immer weiter isoliert.
Im Ausland ist Ahmadinejad besonders wegen seiner Anti-Israel-und Atompolitik umstritten. Der Golfstaat steht im Verdacht, unter dem Deckmantel der zivilen Kernkraft-Nutzung den Bau von Atomwaffen anzustreben. Die Regierung in Teheran bestreitet das. (apa/red)
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