Barroso will von Moskau Verlässlichkeit:
Treffen zwischen EU-Kommission und Putin
- Zusammenarbeit bei Finanzkrise und Klimawandel
- Barroso mit neu Kommissaren auf Russland-Besuch

·Russland erwärmt
sich für Weißrussland
Zusammenarbeit in Militär
und Wirtschaft ausgebaut
Die EU-Führung hat nach dem Gasstreit im Jänner Russland zu mehr Zuverlässigkeit in den internationalen Beziehungen aufgefordert. Das Land müsse alles tun, um wieder mehr Vertrauen in Europa zu finden, sagte EU-Kommissionspräsident Barroso nach einem Treffen mit dem russischen Premier Putin in Moskau. Es gehe um "Verlässlichkeit und Glaubwürdigkeit", so Barroso.
Gleichzeitig haben die EU und Russland bei dem Spitzentreffen in Moskau ihr Interesse an einer Vertiefung der Beziehungen betont. Beide Seiten sollten im Kampf gegen die Finanzkrise und den Klimawandel eng zusammenarbeiten, sagte Barroso. Bei dem Treffen sei auch über ein neues Partnerschafts- und Kooperationsabkommen sowie die Menschenrechte gesprochen worden, so Barroso. Putin sagte zum Thema Menschenrechte, dass der "der gesamte Komplex der Probleme in Russland und in Europa erörtert werden muss, damit eine Lösung gefunden werden kann."
Ranghohe Delegation
Barroso war mit neun EU-Kommissaren nach Moskau gereist. Dies beweise "die große Bandbreite der Beziehungen zwischen Russland und der EU, sowie die Themenvielfalt", unterstrich der Kommissionspräsident. Es geht beispielsweise darum, die Finanz- und Wirtschaftskrise, den Klimawandel zu meistern, sowie um die Sicherheit im Energiebereich zu kämpfen", sagte der Chef der EU-Kommission. Barroso war zum Auftakt des Besuchs auch mit Kremlchef Medwedew zusammengetroffen.
Russische Oppositionspolitiker wie Ex-Schachweltmeister Kasparow haben unterdessen das Krisenmanagement der Regierung kritisiert und den Rücktritt von Ministerpräsident Putin gefordert. "Das Regime ist unfähig, mit der Krise umzugehen", sagte Kasparow am Freitag vor Journalisten in Moskau. Die Regierung Putin sei ein "Hindernis für die Reformen", so Kasparow
(apa/red)
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