Freitag, 6. Februar 2009

Clinton rückt näher an russischen Bären:
US-Außenministerin will enge Partnerschaft

  • Annäherung auch in Bezug auf Atomstreit mit Iran
  • Spannungen durch Aufnahme Georgiens in die NATO

Die neue amerikanische Außenministerin Hillary Clinton will die Beziehungen zu Russland verbessern. Sie hoffe darauf, künftig eine engere Partnerschaft mit der Regierung in Moskau unterhalten zu können, sagte Clinton. Dies gelte insbesondere für die Haltung im Atomstreit mit dem Iran.

"Wir beabsichtigen, eine konstruktivere Beziehung aufzubauen", sagte die Ministerin. Neben der geplanten US-Raketenabwehr in Mitteleuropa sorgten vor allem auch die von Washington betriebene Aufnahme Georgiens und der Ukraine in die NATO sowie der russisch-georgische Krieg im Südkaukasus im Vorjahr für Spannungen im bilateralen Verhältnis.

Bereits nach einem ersten Telefonat von US-Präsident Obama mit seinem russischen Kollegen Medwedew hatte ein Regierungssprecher in Washington erklärt, beide Staaten wollten ein weiteres Auseinanderdriften verhindern. Russland hat bisher gemeinsam mit den USA und anderen Staaten mehrere Sanktionsrunden gegen den Iran bei den Vereinten Nationen mitgetragen, sperrt sich aber gegen eine noch schärfere Gangart. Der Iran wird von der Staatengemeinschaft verdächtigt, sein Atomprogramm auch zur Entwicklung von Atombomben zu nutzen. (apa/red)

6.2.2009 10:49