Piusbruderschaft sorgt weiter für Wirbel: Bezeichnen Mohammed als Kinderschänder
- Traditionalisten-Streit in der katholischer Kirche
- Williamson soll seine Holocaust-Aussagen revidieren

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Die Aussage des Distriktsoberen der ultrakonservativen Piusbruderschaft in Deutschland, Franz Schmidberger, über den islamischen Propheten Mohammed, den er als Kinderschänder bezeichnet, sorgt neuerlich für Empörung und Aufregung in der katholischen Kirche.
Das Bistum Rottenburg-Stuttgart warf der Bruderschaft Volksverhetzung vor. Sie sei fundamentalistisch, antisemitisch und faschistisch. Der Papst hat die Piusbruderschaft wieder in die katholische Kirche zurückgeholt.
Mohammed habe "mit einem Mädchen geschlechtlichen Umgang gepflegt, mit acht oder neun Jahren", erklärte Schmidberger laut einer Vorabmitteilung des Senders SWR.
Traditionalistische Piusbruderschaft
Die Aufforderung des Vatikans an den Traditionalisten-Bischof Richard Williamson, seine Aussagen zum Holocaust zu widerrufen, sind von vielen Seiten begrüßt worden. Andererseits reißt die Kritik an Papst Benedikt XVI. weiterhin nicht ab. Der Zentralrat der Juden in Deutschland forderte den Vatikan auf, sich vollständig von der traditionalistischen Piusbruderschaft abzuwenden.
Exkommunikation aufgehoben
Benedikt XVI. hatte Ende Jänner die Exkommunikation der vier lefebvristischen Bischöfe - darunter Williamson - aufgehoben. Die vier Männer waren von dem Konzilsgegner und früheren französischen Erzbischof Marcel Lefebvre 1988 gegen den Willen des Heiligen Stuhls zu Bischöfen geweiht worden. Ein derartiger Akt zieht nach Kirchenrecht die automatische Exkommunikation nach sich.
(apa/red)
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