Unterschiedliche Signale von der FARC:
Bombenanschlag und Geisel-Freilassung
- Ein Mensch bei Explosion getötet und 30 verletzt
- Mit einer Autobombe wurde Polizeiwache angegriffen

·FARC setzt "Geste des guten Willens"
Rebellen wollen jetzt sechs Geiseln freilassen
·Bei Kampf der FARC ist kein Ende in Sicht
Rebellengruppe gilt
aber als stark geschwächt
Bei einem Bombenanschlag sind in der kolumbianischen Stadt Cali ein Mensch getötet und mindestens 30 verletzt worden. Der mutmaßliche Anschlag der FARC-Rebellen sei offenbar mit einer Autobombe verübt worden und habe sich gegen eine Polizeiwache gerichtet, sagte der Bürgermeister der südwestkolumbianischen Stadt, Ivan Ospina, vor Journalisten. Bei dem Toten handle es sich möglicherweise um den Bombenleger. Vier Polizisten seien verletzt worden. Ein Krankenhausvertreter sprach von 30 Verletzten.
Ospina sprach von einem terroristischen Akt. Der Polizeichef von Cali, Gustavo Ricaute, schrieb das Attentat den linksgerichteten FARC-Rebellen zu. Ricaute hatte zunächst gesagt, der mutmaßliche Attentäter sei verletzt; er sei festgenommen worden.
Freilassung von Geiseln
Kurz vor dem Anschlag hatte die Guerilla vier ihrer insgesamt 28 politischen Geiseln als Geste des guten Willens freigelassen. Es handelte sich um drei Polizisten und einen Soldaten, die 2007 verschleppt worden waren. In Bogotá waren zwei Menschen bei einem Bombenanschlag ums Leben gekommen. Das mit einer Autobombe verübte Attentat im Nobelviertel La Cabrera wurde ebenfalls den FARC-Rebellen zugeschrieben.
Die drei im Jahr 2007 entführten Polizisten Walter Lozano, Juan Galicia und Alexis Torres sowie der Soldat William Dominguez waren anscheinend bei guter Gesundheit. Sie waren von den Rebellen an einem unbekannten Ort in den südkolumbianischen Urwäldern an Vertreter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) und von regierungsunabhängigen Organisationen übergeben worden. Für ihren Transport nach Villavicencio hatte die brasilianische Regierung einen Hubschrauber zur Verfügung gestellt, berichtete IKRK-Sprecher Yves Heller.
Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens kämpfen seit über 40 Jahren gegen die kolumbianische Regierung. Regierungstruppen töteten im Vorjahr mehrere FARC-Führungsmitglieder und schwächten die Struktur der Organisation entscheidend. Für diese Woche sind drei weitere Übergaben geplant. Am Montag sollte der Ex-Gouverneur derProvinz Meta, Alan Jara, und am Mittwoch der Ex-Abgeordnete des Parlaments der Provinz Valle del Cauca, Sigifredo Lopez, freigelassen werden.
(apa/red)
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