Kommunikationsreform für den Vatikan: Lombardi fordert Kultur der Kommunikation
- Vatikan-Sprecher für einheitliche Öffentlichkeitsarbeit
- Bei heißen Themen Erklärungen gut vorzubereiten

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reform für den Vatikan
Vatikan-Sprecher fordert
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Traditionalisten-Streit in der katholischer Kirche
Als Konsequenz aus dem Streit über den Holocaust-Leugner Richard Williamson wird im Vatikan der Ruf nach einer Reform der Öffentlichkeitsarbeit lauter. Der Kirchenstaat sollte seine Kommunikationswege verbessern, sagte Vatikan-Sprecher Lombardi. Bisher kommuniziere jede Abteilung meist auch bei komplexen Entscheidungen eigenständig ohne Mithilfe des Pressestabs.
Zugleich nahm Lombardi Papst Benedikt XVI. im Zusammenhang mit der Aufhebung der Exkommunikation von Williamson in Schutz. Nach den Worten Lombardis muss in der Kurie erst noch eine "Kultur der Kommunikation" geschaffen werden.
Wenn es bereits bei der Veröffentlichung des Dekrets die zusätzlichen Erklärungen des Staatssekretariats gegeben hätte, wäre dem Vatikan viel erspart geblieben, meinte Lombardi. "Vor allem, wenn es sich um "heiße" Themen handelt, ist es vorzuziehen, seine Erklärungen gut vorzubereiten. Aber es ist unmöglich, jede Schwierigkeit zu vermeiden", sagte Lombardi.
Diese Woche hatte der Vatikan den Traditionalisten-Bischof Williamson zum Widerruf seiner Holocaust-Äußerungen aufgerufen. Um als katholischer Bischof vollständig rehabilitiert zu werden, "muss Williamson in unmissverständlicher Weise öffentlich Abstand nehmen von seinen Erklärungen zur Shoah", hieß es weiter. "Die Äußerungen von Monsignore Williamson sind absolut inakzeptabel und werden vom Papst abgelehnt."
(apa/red)
