Glawischnig bittet um "Geschlossenheit": Zwist bei den Grünen wegen EU-Kandidatur
- EU-Wahl: Ärger nach Nichtnominierung Voggenhubers
- Parteichefin: "Müssen den Blick nach vorne richten"

·Voggenhuber-Fans
wollen nicht aufgeben
Salzburger Bürgerliste appelliert an Glawischnig
·Vom EU-Gegner zum Unions-Befürworter
Voggenhuber seit 1995 in Brüssel aktiv gewesen
Nach den parteiinternen Streitigkeiten um die Erstellung der Kandidatenliste für die EU-Wahl und die Nichtnominierung des früheren Europasprechers Johannes Voggenhuber hat die Grüne Bundessprecherin Glawischnig ihre Partei "um Geschlossenheit" gebeten. Im ORF-"Report" richtete sie an alle, die mit der Entscheidung nicht zufrieden sind, die Bitte, "den Blick nach vorne zu richten.
Sie verstehe alle, die nicht glücklich darüber sind, dass man mit Voggenhuber keine gemeinsame Basis gefunden habe, sagte Glawischnig. Gleichzeitig ersuchte sie alle, die Debatte zu beenden. "Entscheidung ist Entscheidung." Man müsse sich jetzt auf die bevorstehenden Landtagswahlen in Kärnten und Salzburg sowie auf die EU-Wahl und auf die Bewältigung der Wirtschaftskrise konzentrieren und nicht auf parteiinternen Diskussionen. Die Entscheidung des Bundeskongresses könne sie nicht mehr aufmachen, bekräftigte die neue Parteichefin. Für die Bewertung ihrer eigenen Person ersuchte die vor zwei Wochen zur Bundessprecherin gewählt Glawischnig, ihr "100 Tage oder etwas länger" zuzugestehen.
(apa/red)
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