Drei Kinder bei Frontalcrash in OÖ getötet:
Eltern überleben Autounfall schwer verletzt
- 18-jährige Lenkerin war auf Gegenfahrbahn geraten
- Vater der Kinder in künstlichen Tiefschlaf versetzt

Drei Kinder im Alter von fünf, acht und zehn Jahren sind am Sonntagnachmittag bei einem Frontalzusammenstoß auf der Pyhrnpass-Bundesstraße in Oberösterreich ums Leben gekommen. Die Eltern überlebten schwer verletzt. Eine 18-Jährige dürfte aufgrund von Schneeverwehungen auf die andere Fahrbahnseite geraten sein und so den Crash verursacht habe. Die Staatsanwaltschaft Steyr hat die Wracks beschlagnahmt.
Die Familie aus Windischgarsten (Bezirk Kirchdorf) war auf dem Weg nach Johnsbach (Bezirk Liezen) in der Steiermark. Dort sind die drei Kinder in einer Wohngemeinschaft von Pro Juventute untergebracht. Das Wochenende hatten sie bei ihren Eltern in Oberösterreich verbracht. Auf der Heimfahrt geschah dann auf einer Kuppe der Passstraße der Unfall: Eine 18-Jährige aus Spital am Pyhrn kam - vermutlich aufgrund von Schneeverwehungen und starkem Wind - auf die andere Fahrbahnseite und krachte frontal in den Wagen der Familie.
Die drei Kinder, die im Fond des Wagens saßen, dürften auf der Stelle tot gewesen sein. Ein Großaufgebot an Sanitätern und Notärzten versuchte erfolglos, sie zu reanimieren. Die Eltern wurden bei den Zusammenstoß schwer verletzt. Der 40-jährige Vater wurde wegen seiner Verletzungen in künstlichen Tiefschlaf versetzt, seine 34-jährige Frau sowie die 18-jährige Unfalllenkerin und ihre Beifahrerin mussten ebenfalls ins Spital gebracht werden. Alle vier sind außer Lebensgefahr.
Unfallhergang wird untersucht
Die Staatsanwaltschaft Steyr hat die beiden Unfallfahrzeuge beschlagnahmt und einen gerichtlichen Sachverständigen zur Klärung des Unfallhergangs bestellt. Ein Gutachten wird in drei bis sechs Wochen erwartet. Warum die Eltern den Unfall überlebt haben und die Kinder nicht, lässt sich möglicherweise durch die enormen Fliehkräfte bei einem Zusammenprall erklären, sowie durch den Umstand, dass auf dem Rücksitz keine Airbags vorhanden sind. Zwei der Kinder dürften aufgrund ihrer Größe keinen Kindersitz mehr gehabt haben.
Trauer herrschte in Windischgarsten (2.460 Einwohner) und Spital (2.200 Einwohner). In den kleinen Gemeinden kennt nahezu jeder jeden und somit auch die Unfallopfer. Deswegen stellte auch für die örtlichen Einsatzkräfte die Hilfe nach dem Unfall eine große Belastung dar. In der Wohngemeinschaft der Kinder in Johnsbach werden sämtliche anderen Bewohner psychologisch betreut.
(apa/red)
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