Freitag, 30. Jänner 2009

Österreich ist das Land der Temposünder: 2008 waren vier Millionen Raser unterwegs

  • Dafür mehr Telefonierer und Gurtenmuffel am Steuer
  • Theoretisch jeder Führerscheinbesitzer zu schnell

Exakt 3.838.358 Fahrzeuglenker haben im Jahr 2008 einen Strafzettel wegen Schnellfahren bekommen. Die Zahl der erwischten Temposünder bleibt damit im Vergleich zum Jahr davor nahezu konstant (plus 0,6 Prozent gegenüber 2007). Ein deutliches Plus - trotz höherer Strafen - gab es bei Anzeigen wegen Telefonierens am Steuer (18,1 Prozent) und beim Fahren ohne Gurt (10,9 Prozent).

Gesunken ist die Zahl bei mangelhafter Kindersicherung (39 Prozent weniger) und bei Alkohollenkern (minus 5,2 Prozent), so das Ergebnis der Verkehrsüberwachungsbilanz 2008, die Innenministerin Fekter veröffentlichte.

Mit vier Millionen angezeigter Temposünder hätte rein theoretisch jeder Führerscheinbesitzer in Österreich 2008 ein derartiges Delikt begangen. Wie hoch der Anteil an ausländischen Rasern in der Bilanz sei, lasse sich - aufgrund der verschiedenen Behörden, die in Österreich Strafbescheide erstellen - nur schwer eruieren, so das Referat für Verkehrsdienst im Innenministerium. Nicht angepasste Geschwindigkeit ist ungebrochen die Hauptursache für tödliche Verkehrsunfälle "und wird daher auch weiterhin einen wesentlichen Teil unserer Kontrolltätigkeiten darstellen", betonte Fekter

(apa/red)

30.1.2009 14:12