Maskottchen. Wie ein jüdischer Junge den Holocaust überlebte.

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Anfang der vierziger Jahre wird ein kleiner Junge, der seinen Namen nicht kennt, in Weißrussland an eine lettische Polizeibrigade ausgeliefert. Doch die Polizisten erschießen ihn nicht, sondern machen ihn zu ihrem Maskottchen. Eineinhalb Jahre bleibt Uldis Kurzemnieks bei der Truppe, die ihm sogar eine himmelblaue Uniform schneidern lässt. Er wird Zeuge der unglaublichen Gräuel an Juden und der russischen Zivilbevölkerung, die von den Soldaten verübt werden. Er muss sie bedienen und bei Laune halten. Denn sie sind sein einziger Bezugspunkt, denn er hat niemanden mehr auf der Welt. Erst als eine Industriellenfamilie aus Riga ihn als Pflegekind aufnimmt, endet dieser Horrortrip. Doch auch dort muss Uldis alles tun um eines zu verheimlichen: dass er Jude ist. Sein Sohn hat jetzt die unglaubliche Lebens- und Überlebensgeschichte seines nach dem Krieg nach Australien ausgewanderten Vaters niedergeschrieben. Herausgekommen ist eine sehr persönliche Abrechnung mit Nazideutschland aus der Sicht eines kleinen Jungen. Absolut lesenswert! C.N.
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