Mindestens 16 Millionen veruntreut: Zwei Festnahmen im "Buchhaltungs-Skandal"
- Weitere 60 Millionen Euro sollten verschoben werden
- Spitzenbeamter und Unternehmenschef verhaftet

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Im Buchhaltungsskandal rund um die ausgegliederte Bundesbuchhaltungsagentur hat es nun zwei Festnahmen gegeben. Es handelt sich dabei um jenen Spitzenbeamten, der u. a. mehr als 16 Millionen Euro von Bundeskonten auf private Konten verschoben haben soll sowie um den Chef des privaten Schulungsinstituts "Venetia".
"Wir wissen, dass etwas mehr als 16 Millionen Euro tatsächlich weg sind und dass versucht worden ist, mit weiteren Bestätigungen weitere 60 Millionen Euro zu verschieben", so Jarosch. Mehr konnte der Sprecher aufgrund des laufenden Verfahrens nicht sagen. Die beiden Verdächtigen sollen grundsätzlich geständig sein - zu welchen Fakten genau, war vorerst noch nicht bekannt. Ob eventuell die neue Sonderstaatsanwaltschaft zur Korruptionsbekämpfung den Fall übernimmt, soll sich in den kommenden Tagen entscheiden.
Der leitende Mitarbeiter der Bundesbuchhaltungsagentur soll mehr als 16 Millionen Euro von Konten der Republik auf Knopfdruck an private Empfänger verschoben haben, ohne entsprechende Belege anführen zu können. Weiters soll der Beamte dem privaten Schulungsinstitut "Venetia" widerrechtlich Schuldscheine der Republik ausgestellt haben, indem er Forderungen des Instituts gegenüber dem Arbeitsmarktservice bestätigte, die nicht existierten.
AMS-Chef Buchinger erstattete schließlich Anzeige - etwa zur gleichen Zeit ging laut Jarosch vom Eigentümer des Schulungsinstituts Selbstanzeige ein. Der Fall war nach einem Bericht des Wochenmagazins "profil" publik geworden.
(apa/red)

