Brown glaubt weiter an die Globalisierung:
Debatten am WEF über Protektionismus
- Ban Ki Moon sieht Vorzüge in der Armutsbekämpfung
- Internationale Zusammenarbeit soll aus Krise führen

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Die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise ist nach Ansicht des britischen Premierministers Gordon Brown kein Anlass, von der Globalisierung zu nationalen Alleingängen zu wechseln. "Die Globalisierung aufzugeben ist keine Lösung", sagte Brown beim Weltwirtschaftsgipfel im Schweizer Wintersportort Davos. Sie müsse nur besser gemanagt werden. Dies könnte eines der wichtigen Themen beim bevorstehenden Treffen der G20-Länder der führenden Industrie- und Schwellenländer im April in London sein.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ergänzte, die Globalisierung habe vielen Menschen Wege aus der Armut eröffnet. Brown und Ban Ki Moon nehmen an dem Treffen von rund 2500 Führungskräften aus Politik und Wirtschaft teil. Brown sprach sich gegen jede Form von Schutzmaßnahmen etwa gegen Importe aus. "Protektionismus schützt im Endeffekt niemanden, schon gar nicht die Armen", sagte der britische Premierminister.
Enge Zusammenarbeit
Vielmehr sei eine enge internationale Zusammenarbeit notwendig, um aus der Krise herauszukommen. Die Banken müssten wieder in die Lage versetzt werden, den Unternehmen Kredite zu geben, wenn es sein müsse, auch über die Zentralbanken. Der Premierminister sprach sich außerdem für international abgestimmte Überwachsungsmechanismen und Warnsysteme für die Finanzmärkte aus.
Zudem müssten die reicheren Staaten auch ihre Hilfe für die Armen aufrechterhalten, sagte Brown. Brown nannte dabei den anhaltend notwendigen Kampf gegen Hunger und Krankheit in der Dritten Welt. Der Microsoft-Gründer Bill Gates und seine Frau Melinda legten in Davos einen Plan vor, der 34 Millionen Dollar (fast 26 Mio. Euro) für den Kampf gegen Krankheiten wie Polio und Malaria vorsieht. Auch forderten sie, im Kampf für preiswerte Medikamente für Menschen in ärmeren Staaten nicht nachzulassen.
(apa/red)

