"Ich komme nicht mehr nach Davos": Erdogan verlässt nach Streit mit Peres WEF
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Am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos sind bei einer Podiumsveranstaltung über den Gazastreifen die Emotionen hoch gegangen. Der türkische Premier Erdogan warf dem israelischen Präsidenten Perez vor, dass Israel Mord im Gazastreifen begangen habe. Daraufhin verließ Erdogan wutentbrannt den Saal mit den Worten: "Ich komme nicht mehr nach Davos."
Erdogan wollte auf einen langen Beitrag des israelischen Präsidenten Shimon Peres antworten, der sich zur Offensive im Gazastreifen äußerte. Doch der Moderator der Veranstaltung verweigerte dem türkischen Regierungschef das Wort mit dem Hinweis, dass die Debatte beendet sei.
"Eroberer von Davos"
Der türkische Ministerpräsident wurde bei seiner Rückkehr in Istanbul begeistert gefeiert. Tausende Demonstranten empfingen den Regierungschef auf dem Flughafen von Istanbul. Dabei schwenkten sie türkische und palästinensische Flaggen sowie Spruchbänder mit Texten wie "Willkommen zurück, Eroberer von Davos" oder "Welt, schau auf unseren Ministerpräsidenten".
Peres entschuldigt sich
Nach seiner Landung in Istanbul sagte Erdogan, dass Peres ihn angerufen habe, um sich für die Art und Weise, in der er gesprochen habe, zu entschuldigen.
(apa/red)

