Donnerstag, 29. Jänner 2009

Pröll wird bei Betriebspensionen aktiv:
Neue Kommission soll Gesetze evaluieren

  • Kassensystem soll in Zukunft abgesichert werden
  • Zweite Säule der Pensionsvorsorge gerät ins Wanken

Finanzminister Pröll will die negative Entwicklung bei den Firmenpensionen stoppen. Ab Februar soll zur Absicherung des Pensionskassenmodells eine Arbeitsgruppe zur Evaluierung des Pensionskassengesetzes tätig werden, der acht Vertreter der Sozialpartner sowie zwei Seniorenvertreter und je ein Abgesandter des Sozial- und Wirtschaftsministeriums angehören werden. Eine Lösung soll es bald geben.

"Wir werden das Pensionskassensystem absichern und damit Vertrauen schaffen", so Pröll. Gerade in schwierigen Zeiten wie diesen sei es wichtig, den Menschen Sicherheit zu geben und rasch zu handeln. Die internationale Finanzkrise habe auch zu schmerzlichen Einbußen bei der zweiten Säule der Pensionsvorsorge geführt und beeinträchtige die jährliche Performance spürbar. "Daher handeln wir, und prüfen vernünftige sowie effiziente Maßnahmen, um diese negative Entwicklung zu stoppen", so Pröll weiter.

"Das ist ein erster Schritt", begrüßte der Sprecher des Schutzverband der Pensionskassenberechtigten, Braun, gegenüber der APA die geplante Arbeitsgruppe. Auch der Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes,Khol, begrüßte den "Startschuss zur Reform der Pensionskassen". Den Pensionskassen-Berechtigten müsse die gleiche Sicherheit gegeben werden wie den Sparern.
(apa/red)

29.1.2009 16:08